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VORHANG AUF FÜR DEUTSCHE FILME: PROMOTION BEI INTERNATIONALEN VERLEIHERN
Hoi Wong (First Distributors/Hong Kong), Mariette Rissenbeek (German Films), Coco Takahashi (Twin Co./Japan), Yoko Yamanaka (Cetera International/Japan)

Eine der Kernaufgaben von German Films ist die Bewerbung deutscher Kinofilme bei ausländischen Verleihern. 2005 startete German Films das eigens dafür entwickelte Förderprogramm Distribution Support. Die vorläufige Bilanz: Allein 2010 wurden bereits 66 Kinostarts im Ausland mit insgesamt 504.500 Euro gefördert – seit Beginn der Förderung, 2005, insgesamt 360 Kinostarts weltweit mit über 3 Millionen Euro. Von der Fertigstellung eines deutschen Films bis zum Release im Ausland vergehen oft zwei Jahre. Mit gezielten Maßnahmen bewirbt German Films deutsche Produktionen deshalb frühzeitig bei Verleihern und Einkäufern. Die German Films Previews bringen seit zehn Jahren die wichtigsten internationalen Verleiher zu exklusiven Screenings aktueller Filme nach Deutschland – die German Premieres bringen ausgewählte Filme nach New York, ins Herz der amerikanischen Verleiher-Szene. Und seit 2010 können Einkäufer auch über einen Video-on-Demand-Service auf der Website von German Films deutsche Spiel- und Dokumentarfilme sichten.

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8. DEUTSCH-FRANZÖSISCHES FILMTREFFEN IN HEIDELBERG
Alfred Hürmer, Antoine de Clermont-Tonnerre, Peter Sehr

270 Vertreter der deutschen und französischen Filmbranche trafen sich am 25. und 26. November in Heidelberg zum Rendez-vous, um sich über aktuelle Themen zu informieren und neue Kontakte zu knüpfen. Unter Leitung von Gabriele Röthemeyer wurde am ersten Tag über den Verleih von MAMMUTH und SOUL KITCHEN (DE/FR), Corazón International/Pyramide Productions, in Deutschland und Frankreich berichtet. Parallel zu diesem Panel führte Jörg Langer (AG DOK) die Diskussion über den Verleih der Dokumentarfilm-Koproduktion DIE WILDE FARM (Les Films d’Ici/Looks Films). Danach wurden beim Koproduktionsmarkt 29 Projekte präsentiert, die intensiven Gespräche dazu dauerten bis zum frühen Abend.

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SPOTLIGHT: RUSSLAND
Simone Baumann (Auslandsbeauftrage Osteuropa)
Johannes Allmayer, Florian David Fitz (VINCENT WILL MEER) in Moskau

Besucherrekord beim 9. Festival des deutschen Films in Moskau

Mit über 6.000 Besuchern erzielte das von German Films und dem Goethe Institut vom 2. bis 7.12. veranstaltete Festival des deutschen Films einen neuen Besucherrekord. Sieben der acht Filme liefen im ausverkauften Saal des Kino 35mm mit 550 Plätzen. Besonders beliebt: FRIENDSHIP! von Markus Goller (Wiedemann & Berg Film/Mr. Brown Entertainment), der den Publikumspreis gewann, dicht gefolgt vom Eröffnungsfilm VINCENT WILL MEER von Ralf Huettner (Olga Film) und RENN, WENN DU KANNST von Dietrich Brüggemann (Wüste Film). Russische Verleiher äußerten schon während des Festivals Interesse an VINCENT WILL MEER. Die Eröffnungsgäste Florian David Fitz und Johannes Allmayer wurden vom überwiegend jungen Publikum ebenso begeistert aufgenommen wie die Produzenten-Delegation von FRIENDSHIP! mit Tom Zickler, Max Wiedemann und Marco Beckmann. FRIENDSHIP! startete nach der Festival-Premiere am 9.12.2010 in den russischen Kinos (Verleih: Cascade). Für den Abschlussfilm SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE von Alexander Adolph (Eikon Media) war Hauptdarsteller Devid Striesow angereist. Das Festival gastierte auch in St. Petersburg und Nowosibirsk. 

Bavaria-Koproduktion Ende Januar fertig

UNSCHULDIGER SAMSTAG (RU/DE/UA), die von Matthias Esche betreute Koproduktion der Bavaria Pictures über das Reaktorunglück von Tschernobyl, befindet sich in der Postproduktion und soll Ende Januar, pünktlich zur Festivalsaison, fertig gestellt sein.

Wachsender Kinomarkt - schwerere Zeiten für Arthouse-Filme

Der Kinomarkt in Russland wächst weiter – mehr Leinwände, höheres Boxoffice – und auch die Digitalisierung schreitet voran: 30 Prozent aller Kinos haben bereits umgerüstet. Der hohe Anteil russischer Produktionen am Boxoffice – knapp 30 Prozent in 2009 – wird für 2010 voraussichtlich sinken, da seit der Finanzkrise 2008 deutlich weniger Filme produziert wurden. Amerikanische Produktionen haben deshalb wieder zugelegt und schmälern die Auswertungs-Chancen russischer und europäischer Arthouse-Filme.

Anfang 2010 wurde die staatliche Filmförderung reformiert: der Großteil der Mittel wurde aus dem Kulturministerium in einen neuen Fond transferiert, der dem Ministerpräsidenten untersteht. Aus dem Fonds werden kommerziell vielversprechende Projekte von 8 ausgewählten Produktionsfirmen 2 Jahre lang finanziert. Jede dieser Firmen bekommt jährlich 250 Millionen Rubel (momentan ca. 6,1 Millionen Euro) für die Produktion von Kinofilmen. Dabei darf jeder Film nur bis zu 70 Prozent aus diesen Mitteln finanziert werden. Weitere 300 Millionen Rubel (7,3 Millionen Euro) gibt es als Referenzmittel für Filme mit über 1 Million Zuschauern. Die Reform ist in der russischen Filmindustrie umstritten: Arthouse-Filme, Debüts, Dokumentar- und Animationsfilme sollen zwar weiter vom Kulturministerium unterstützt werden, doch die Mittel dafür sind eher gering.

Eine gute Nachricht bringt das neue Filmfördergesetz für Koproduktionen: Seit 2010 muss der russische Anteil einer Koproduktion nicht mehr mindestens 70, sondern nur noch 50 Prozent betragen, damit das Projekt als russische Produktion anerkannt wird.