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Pressemitteilung

SIEBEN TAGE FEBRUAR im Internationalen Wettbewerb von Warschau 2026

18.09.2026
SIEBEN TAGE FEBRUAR © Wood Water Films

 

Vom 9. bis 18. Oktober 2026 findet die 42. Ausgabe des Warsaw International Film Festival statt. Das Festival zählt zu den etablierten internationalen Wettbewerbsfestivals in Mittel- und Osteuropa und bietet deutschen Filmen regelmäßig eine Plattform sowohl in den Wettbewerbssektionen als auch in weiteren Teilen des Programms. In diesem Jahr sind insgesamt 27 deutsche Produktionen und Koproduktionen im Line-up vertreten.

Warschau ist für deutsche Produktionen ein wichtiges Filmfestival. Bereits in vergangenen Jahren konnten Filme hier mehrfach auch beim Warschauer Publikum punkten. 2021 gewann Florian Dietrichs TOUBAB den Publikumspreis in der Kategorie Spielfilm, während die deutsch-britische Koproduktion F@CK THIS JOB von Vera Krichevskaya ex aequo als bester Dokumentarfilm des Publikumsvotings ausgezeichnet wurde. Zuletzt erhielt 2025 die iranisch-deutsch-amerikanische Koproduktion CUTTING THROUGH ROCKS von Sara Khaki den Publikumspreis der Sektion Free Spirit.

Auch 2026 knüpft das deutsche Line-up an diese starke Präsenz beim Warsaw International Film Festival an. Im Hauptwettbewerb International Competition ist SIEBEN TAGE FEBRUAR von Tatjana Moutchnik zu sehen. In dem Drama prallen zwei unterschiedliche Vorstellungen von Familienidentität aufeinander, als ein Mann aus Odessa zusammen mit seinem Sohn den Bruder in Deutschland zur Beerdigung ihrer Mutter besuchen – einen Tag bevor der Krieg in der Ukraine ausbricht. Ein Film über den Alltag im Ausnahmezustand und das Verantwortungsgefühl für Land und Familie.

Die Competition 1-2 richtet sich an erste und zweite Langfilme von Regisseur:innen aus aller Welt und blickt auf aufstrebende Talente im internationalen Kino. Aus deutscher Sicht läuft hier FRIEDA von Felix Hassenfratz. Die Hauptfigur Frieda ist 1984 acht Jahre alt und lebt in der süddeutschen Provinz. Sie ist die beste Geschichtenerzählerin weit und breit. Ihre Fantasie ist grenzenlos, und ihre Eltern können sich nie sicher sein, ob alles wahr ist, was sie erlebt. Bis Frieda ein Geheimnis ihrer Eltern entdeckt und somit zur Ermittlerin in der Geschichte ihrer eigenen Familie wird. 

In der Sektion Documentary Competition konkurrieren drei majoritär deutsche Filme im Wettbewerb. END OF THE WALL von Laurentia Genske wird in Warschau Weltpremiere feiern. Der Dokumentarfilm hat seinen Schauplatz in der abgelegenen Sonora-Wüste, wo die Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko abrupt endet. Hier überqueren Menschen nachts die Grenze, um Asyl zu suchen oder unbemerkt durch die Wüste zu gelangen. END OF THE WALL begleitet sowohl die Ankommenden in dieser isolierten Landschaft als auch die Freiwilligen, die sie mit Wasser, Lebensmitteln und Informationen versorgen.

MEANWHILE IN NAMIBIA von Jonas Spriestersbach feierte seine Weltpremiere beim Visions du Réel in Nyon in der Schweiz und war anschließend beim DOK.fest in München zu sehen. Das Festival dort wiederum wurde von INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR von Regina Schilling eröffnet und feierte gleichzeitig Weltpremiere.

Die Sektion Encounters präsentiert aktuelle internationale Langspielfilme, bündelt bereits festivalerprobte Titel und vergibt einen Publikumspreis. In diesem Jahr sind hier die deutschen ProduktionenEVERYTIME von Sandra Wollner und GELBE BRIEFE von İlker Çatak, die beide auch ins Oscar-Rennen gehen werden, zu sehen und darüber hinaus außerdem ETWAS GANZ BESONDERES von Eva Trobisch und NO GOOD MEN von Shahrbanoo Sadat neben weiteren minoritären deutschen Koproduktionen.

In den Kurzfilm-Wettbewerb Short Films Competition wurden drei deutsche Filme eingeladen. Im Mittelpunkt von Sin Aghazadehs BRIEF AN DAS ZUHAUSE steht ein Brief aus dem Exil, der niemals an seinem Ziel ankommt. Der Film stellt tiefgründige Fragen über Flucht und Identität. In METEORIT von Elisabeth Werchosin geht es um einen Ausländer, der in ein moldauisches Dorf kommt, um nach einem Meteoriten zu suchen, der in der Nähe eingeschlagen ist. Und THE TRUE TYPE von Nicole Humiński untersucht, wie das idealisierte Bild der „perfekten“ Holstein-Kuh das Zusammenspiel von Ästhetik, Zucht, Standardisierung und industrieller Effizienz in der modernen Tierhaltung widerspiegelt.

Alle deutschen Produktionen und Koproduktionen in Warschau im Überblick:

Opening Film
GROWTH OF THE SOIL by Hans Petter Moland (NO/DK/DE, Håkon Øverås)

International Competition
FEBRUARY, SEVEN DAYS (SIEBEN TAGE FEBRUAR) by Tatjana Moutchnik (DE/AT/UA/ES, Wood Water Films)

Competition 1–2
THE BOG by Reinis Kalviņš (LV/DE, Junafilm)
FRIEDA by Felix Hassenfratz (kurhaus production)
EVERYTHING THAT’S WRONG WITH YOU by Urša Menart (SI/DE/RS, Chromosom Film)

Documentary Competition
MEANWHILE IN NAMIBIA by Jonas Spriestersbach (DE/NA, Jonas Spriestersbach Filmproduktion)
INGEBORG BACHMANN – SOMEONE WHO WAS ONCE ME (INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR) by Regina Schilling (DE/AT, zero one film)
END OF THE WALL by Laurentia Genske

Centerpiece
THE UPRISING by Paul Greengrass (GB/DE/US, Supernix)

Free Spirit
ELEPHANTS IN THE FOG (TINIHARU) by Abinash Bikram Shah (NP/FR/DE/BR/NO, Die Gesellschaft, Zischlermann Filmproduktion)

Encounters
HOME STORIES (ETWAS GANZ BESONDERES) by Eva Trobisch (Trimafilm, if... Productions, Komplizen Film)
ROSEBUSH PRUNING by Karim Aïnouz (UK/IT/DE/ES, Match Factory Productions)
YELLOW LETTERS (GELBE BRIEFE) by İlker Çatak (DE/FR/TR, if… Productions)
HEYSEL 85 by Teodora Ana Mihai (BE/NL/DE/FR, Leitwolf Filmproduktion)
EVERYTIME by Sandra Wollner (DE/AT, The Barricades)
MINOTAUR by Andrey Zvyagintsev (FR/LV/DE, Razor Film Produktion)
ALL OF A SUDDEN (SOUDAIN / 急に具合が悪くなる) by Ryūsuke Hamaguchi (FR/JP/DE/BE, Heimatfilm)
NO GOOD MEN (KABUL JAN) by Shahrbanoo Sadat (DK/FR/NO/DE/AF, Adomeit Film, Amerikafilm)
FALLING HOUSE by Mohsen Gharaie (IR/US/DE, Basis Berlin Filmproduktion, Zentropa Germany)

Short Films Competition
METEORIT by Elisabeth Werchosin (DE/MD, Blue Monticola Film)
A LETTER TO HOME (BRIEF AN DAS ZUHAUSE) by Sin Aghazadeh (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin)
THE TRUE TYPE by Nicole Humiński, Víctor Muñoz Sanz (Architekturmuseum der TUM)

Cinema in the Clouds
HEN by György Pálfi (GR/DE/HU, Pallas Film)

Boom Generation – Free Screenings for Seniors
CALLE MALAGA by Maryam Touzani (MA/FR/ES/DE/BE, One Two Films)
AMELIE by Jean-Pierre Jeunet (FR/DE, MMC Independent)
MIRRORS NO. 3 by Christian Petzold (Schramm Film Koerner & Weber)

Fina Presents: Polish Cinema Beyond Borders
THAT MOST IMPORTANT THING: LOVE by Andrzej Żuławski (FR/IT/DE, T.I.T. Filmproduktion)

„Dies sind die zum gegenwärtigen Zeitpunkt gültigen Angaben; Änderungen am Line-up seitens des Festivals bleiben vorbehalten.“

Kontakt:
Sylva Häutle (Head of Festival Relations & Producers Liaison)
Angela Sonntag (Head of Press & Public Relations)



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