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POSITIVES FAZIT IN SAN SEBASTIAN UND REYKJAVIK

Regisseurin Friederike Jehn und das Team von DRAUSSEN IST SOMMER (DE/CH, Zum Goldenen Lamm Filmproduktion) erlebte bei der internationalen Premiere im Wettbewerb für Erst- und Zweitfilme in San Sebastian am 27. September einen erfolgreichen Abend. Alle Beteiligten um Hauptdarstellerin Maria Dragus, die zuvor u.a. in DAS WEISSE BAND und TÖTE MICH zu sehen war, freuten sich über die lebhafte Diskussion mit dem Publikum nach Ende der Vorführung.

Auch beim gut besuchten Empfang am selben Abend, den German Films zu Ehren der deutschen Beiträge beim Festival ausrichtete, zeigten sich unter anderem deutsche und internationale Pressevertretern interessiert an dem emotionalen Familiendrama. Neben Verleihern, Festivalvertretern und Journalisten war auch das Team von Fernando Guzzonis CARNE DE PERRO (CL/DE), eines weiteren Beitrags in der Erst- und Zweitfilms Wettbewerbs-Sektion, beim Empfang zugegen. Der deutsche Produzent des Films, Günter Hanfgarn (Hanfgarn & Ufer Filmproduktion) durfte sich zwei Tage später über den Hauptpreis für CARNE DE PERRO freuen.

 Alle deutschen Filme in San Sebastian…

 Auch das Land der Geysire erwies sich als gutes Pflaster für den deutschen Film. So zeigte sich das isländische Festivalpublikum beim International Film Festival in Reykjavik (27.09. – 07.10.) sehr interessiert an den deutschen Produktionen, die unter anderem in der speziellen Rubrik GERMANY IN FOCUS  programmiert waren. Nicole Kaufmann, Projektkoordinatorin für Skandinavien bei German Films, war vor Ort dabei und zieht ein positives Fazit: „Die Vorführungen von DIE KRIEGERIN waren komplett ausverkauft, auch die Screenings von unter anderem WAS BLEIBT und BARBARA waren sehr gut besucht. Dieser deutsche Schwerpunkt hat sicherlich dazu beigetragen, in Island auf den deutschen Film aufmerksam zu machen.“ 

GERMANY IN FOCUS wurde am 3. Oktober mit einem Empfang im Nordic House gefeiert, den German Films zusammen mit der Deutschen Botschaft organisierte. Neben vielen Festivalverantwortlichen, nahmen unter anderem Islands erste Präsidentin Vigdís Finnbogadóttir, die Leiterin des Icelandic Film Centers Laufey Gudjónsdóttir, die Programmdirektorin des Haugesund International Film Festivals Tonje Hardersen, der deutsche Regisseur André Erkau, der seinen Film DAS LEBEN IST NICHTS FÜR FEIGLINGE (Riva Filmproduktion) in Reykjavik vorstellte und die Regisseure Jean Coleman and Matthew Akers die Gelegenheit für einen Austausch über den deutschen Film in informeller Atmosphäre wahr.

Die Regisseure Pola Beck, deren Film AM HIMMEL DER TAG (ALIN Filmproduktion, Osiris Media, HFF Potsdam-Babelsberg) wenige Tage zuvor beim Zürich Film Festival ausgezeichnet worden war und David Sieveking mit VERGISS MEIN NICHT (Lichtblick Media), sowie Stephan Schesch mit MONDMANN (F/DE/IE, Schesch Filmkreation), der im Wettbewerb NEW VISION teilnahm und mit einer Lobenden Erwähnung bedacht wurde, haben ihre Filme persönlich in Reykjavik präsentiert. Ein besonderer Hör- und Sehgenuss war die Aufführung von METROPOLIS von Fritz Lang mit einer Live-Performance von Damo Suzuki und seiner Band Network, die für ein volles Kino und begeisterten Applaus sorgte. Die deutsche Koproduktion ¡VIVAN LAS ANTIPODAS! von Viktor Kossakovsky (DE/AR/NL/CL, farbfilm*verleih) gewann den Environment Award.

Auch am 3. Oktober wurde die Ausstellung der Fotografien von Ulrike Ottinger im Nordic House eröffnet, die während des Festivals sehr gut besucht war. Mit ihren Fotos, die meist parallel zu ihren Filmarbeiten entstehen, war die Regisseurin und Fotografin auch schon an Kunstausstellungen wie der Biennale di Venezia, der Documenta und der Berlin Biennale beteiligt. Ihr Film UNTER SCHNEE (Ulrike Ottinger Filmproduktion, ma.ja.de filmproduktion) war in der Sektion GERMANY IN  FOCUS des Festivals zu sehen. Zusätzlich gab Ulrike Ottinger eine Masterclass für Filmstudenten und zeigte sich begeistert von der Atmosphäre in Reykjavik: „Hier in Island müssen sich die Filme schon anstrengen, um von den Naturereignissen nicht in den Schatten gestellt zu werden. Aber die Isländer haben genügend Energie für beides. Und sollte im Kino mal ein Platz frei bleiben, so ist er garantiert für eine der vielen Elfen reserviert. Wir, die Fremden, können sie nicht sehen, aber da sind sie ganz sicher, und vielleicht ist ja die wunderbare und alles ermöglichende Festivaldirektorin Hrönn Marinósdóttir die heimliche Elfenkönigin.“

Die Fotos aus Reykjavik auf Facebook…

Alle deutschen Filme in Reykjavik…

 
 
ROM MIT NEUER LEITUNG UND DEUTSCHEN BEITRÄGEN

In Rom geht man neue Wege: Seit diesem Jahr steht das dortige International Film Festival (9. -17. November) unter der neuen künstlerischen Leitung von Marco Müller, der sich zuvor für das Filmfestspiele in Venedig verantwortlich zeigte. Mit neuem Team, dem unter anderem auch die ehemalige künstlerische Leiterin des London Film Festivals Sandra Hebron angehört, hat Marco Müller ein Programm von 59 Filmen zusammengestellt und zwei neue Festivalkategorien - CinemaXXI und Perspectives Italy - eingeführt.

Von deutscher Seite ist in CinemaXXI der Dokumentarfilm GEGENWART von Thomas Heise (Blinker Film), PANIHIDA von Ana-Felicia Scutelnicu (DE/MD, Weydemann Bros., dffb) und der Essayfilm WATERSCOPE TRANSITIONS von Carsten Aschmann (HULA-OFFLINE PRODUCTION) vertreten. In der Sektion Alice nella città wird in einem Tribute to Tomi Ungerer der Animationsfilm DER MONDMANN von Stephan Schesch (DE/FR/IE, Schesch Filmkreation) laufen. Auch ist der Eröffnungsfilm WAITING FOR THE SEA von Bakhtiar Khudojnazarov eine Koproduktion der deutschen Produktionsfirma Pallas Film mit russischen, kasachischen, belgischen und französischen Partnern.

In der Business Street, dem Filmmarkt des Festivals, der vom 14. bis 18. November stattfindet, ermöglicht German Films den Weltvertrieben Marktvorführungen zu ausgewählten deutschen Filmen. Im Koproduktionsmarkt New Cinema Network erhalten ausgewählte Independent Nachwuchsfilmemacher aus aller Welt die Chance, ihre Projekte zu präsentieren und Kontakte in der Branche zu knüpfen. Als deutsche Repräsentantin wurde  die Regisseurin Jessica Krummacher mit ihrem Film MORDOGAN (Lieblingsfilm) ausgewählt. Ihr vielbeachteter Debutfilm TOTEM lief letztes Jahr bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig.

 

 
 
VOLLE KINOS FÜR DEUTSCHE FILME IN PARIS

Über 4.000 Zuschauer insgesamt und damit rund 800 mehr als im Vorjahr, lebhafte Publikumsdiskussionen und ausverkaufte Vorstellungen beim 17. Festival des deutschen Films (Festival du cinéma allemand) in Paris (10. – 16.Oktober) zeigen, dass der deutsche Film im französischen Kino einen festen Platz erobert hat. Gleich beim Eröffnungsfilm OH BOY gab es lange Schlangen vor den Kinokassen und eine ausverkaufte Vorstellung in Anwesenheit von Regisseur Jan Ole Gerster und Hauptdarsteller Tom Schilling. Das mit einer gewissen Selbstironie gezeichnete Portrait eines jungen Mannes und der Stadt Berlin, in der er lebt, überzeugte das Pariser Publikum und gewann den Publikumspreis knapp vor HOTEL LUX von Leander Haußmann (Bavaria Pictures) und GNADE von Matthias Glasner (Knudsen & Streuber Medienmanufaktur, Schwarzweiss Filmproduktion, ophir film). Auch beim Abschlussfilm WAS BLEIBT (23/5 Filmproduktion) in Anwesenheit des Regisseurs Hans-Christian Schmid und Produzentin Britta Knöller war der Kinosaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Pariser Kinozuschauer zeigten reges Interesse an den gezeigten Filmen und diskutierten lebhaft mit den anwesenden Regisseuren Matthias Glasner (GNADE), Jan Speckenbach (DIE VERMISSTEN, Junifilm), Carolin Schmitz (SCHÖNHEIT, unafilm), Simona Feldman und Jörg Rambaum (NEXT GENERATION SHORT TIGER 2012). 

Auch bei der Schülervorstellung zu Tina von Trabens POMMES ESSEN, die über 300 Kinder und Jugendliche besuchten, entspann sich im Anschluss eine angeregte Diskussion mit der Regisseurin über den Film. Gespannt waren die Pariser auf die Fassbinder-Muse Hanna Schygulla und so war die vom Goethe-Institut veranstaltete Nacht des deutschen Kinos in Anwesenheit der Schauspielerin auch sehr gut besucht.

Erfreulicherweise nahmen die französischen Verleiher Jour2Fête und U.F.O. Distribution die Gelegenheit war, das Festivals des deutschen Films als Plattform für eine Vorpremiere von GNADE, WAS BLEIBT und KRIEGERIN (Mafilm) und somit als eine Art Testmarkt zu nutzen, bevor sie die deutschen Produktionen in die französischen Kinos bringen. GNADE und WAS BLEIBT starten im Verleih von Jour2Fête voraussichtlich Anfang 2013 in Frankreich, ebenso KRIEGERIN im Verleih von U.F.O. Distribution.

 
 
SPOTLIGHT: ASIEN

Starke Präsenz für deutsche Filme in Südkorea: Beim Busan International Film Festival (4. – 13. Oktober), das sich mit einem überwiegend jungen, sehr an europäischem Kino interessierten Publikum zu einem der wichtigsten Filmfestivals in Südostasien entwickelt hat, wurden nicht weniger als 29 deutsche Produktionen und Koproduktionen gezeigt. Junge deutsche Filmemacher waren beim Festival besonders präsent. Sechs Nachwuchsregisseure reisten nach Busan, um ihre Filme dem Publikum persönlich vorzustellen. Für die Wettbewerbssektion FLASH FORWARD waren Antej Farac (ANNELIE, DE/CH, Drei Wünsche) und Wolfgang Dinslage (FÜR ELISE, Ostlicht Filmproduktion) dabei. Traditionsgemäß entsendet die European Film Promotion (EFP) jedes Jahr eine europäische Delegation nach Busan, deren deutsche Teilnehmer von German Films unterstützt werden. Dieses Jahr waren die Regisseure Emily Atef (TÖTE MICH, Niko Film), Zoltan Paul (FRAUENSEE, Next Film), Jan Speckenbach (DIE VERMISSTEN, Junifilm, dffb Berlin) und Hanna Doose (STAUB AUF UNSEREN HERZEN, dffb Berlin) Teil der Delegation und hatten vor Ort die Gelegenheit mit den interessierten Zuschauern über ihre Filme zu diskutieren. Seit zwei Jahren unterstützt German Films die Filmauswahl für Busan, indem ein Vertreter des Festivals in München die Gelegenheit bekommt, deutsche Filme zu sichten und für das Festivalprogramm auszuwählen.

Alle deutschen Filme in Busan…

Auch in der japanischen Hauptstadt beim Tokio International Film Festival (20.- 28. Oktober) ist der deutsche Film prominent vertreten. Margarethe von Trottas HANNAH ARENDT (DE/LU/FR/IL, Heimatfilm) geht dort im Wettbewerb an den Start, wie auch zwei weitere deutsche Koproduktionen. German Films hat in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Anfang des Jahres eine Veranstaltung in Tokio organisiert, bei der aktuelle deutsche Filme präsentiert wurden. Am Publikumszuspruch wurde ersichtlich, dass japanische Kinogänger durchaus an deutschen Filmen interessiert sind. Mit entsprechender Spannung wird die japanische Premiere von HANNAH AHRENDT erwartet.

Alle deutschen Filme in Tokio…

Bis zum 20. Dezember können noch nach 2011 fertig gestellte Kurzfilme für das 15. Short Shorts Film Festival Tokio im Juni 2013 angemeldet werden. Der Gewinner des Grand Prix für den besten Kurzfilm des Festivals qualifiziert sich für die Einreichung des Films bei den Kurzfilmoscars. Ausführliche Infos und Regularien auf der Festivalwebsite www.shortshorts.org. Filmanmeldung über die Einreichplattformen www.shortfilmdepot.com oder www.withoutabox.com.