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STARKE PRÄSENZ FÜR DEUTSCHE FILME IN BRASILIEN

German Films verstärkt seine Aktivitäten in Brasilien und präsentierte deutsche Filme in diesem Jahr nicht nur beim São Paulo International Film Festival (19. Oktober bis 1. November), sondern auch in vier weiteren brasilianischen Städten. „Brasilien ist ein wachsender Markt, in dem die Kino-Zuschauerzahlen stark im Steigen begriffen sind, deshalb ist es hier natürlich besonders wichtig, Aufmerksamkeit fürs deutsche Kino zu wecken und das brasilianische Publikum mit dem deutschen Film bekannt zu machen“, betont Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin von German Films.

So zeigte das São Paulo International Film Festival, das zusammen mit dem Festival in Rio de Janeiro das wichtigste Film Festival in Brasilien ist, auf Anregung von German Films in diesem Jahr einen deutschen Schwerpunkt mit über 50 deutschen Produktionen und Koproduktionen, 12 davon liefen im Wettbewerb. Schauspieler Burghart Klaußner und Produzent und Regisseur Jan Harlan waren Teil der internationalen Jury. Ein Highlight war die Open Air Vorführung des Stummfilmklassikers NOSFERATU von Friedrich Wilhelm Murnau mit Live Musik zu der mehr als 15.000 Zuschauer kamen und die auch in der brasilianischen Presse ein großes Echo fand. Im Rahmen des Festivals fand auch ein deutsch-brasilianisches Koproduktionstreffen statt, zu dem mehr als 40 Produzenten, Weltvertriebe, Filmförderer, Verleiher und Pressevertreter aus Deutschland angereist waren.

German Films steht schon seit einigen Jahren in sehr guter Verbindung zum São Paulo International Film Festival, das einen Programmschwerpunkt in der Förderung des Filmnachwuchses setzt. Immer wieder liefen deutsche Erstlingsfilme im Wettbewerb New Directors Competition und konnten ihn auch schon einige Male gewinnen. In diesem Jahr waren 12 deutsche Produktionen dort zu sehen. Neben Hendrik Handloegten präsentierten die Nachwuchsregisseure Anika Wangard, Wolfgang Dinslage, Sarah Judith Mettke, Jan Ole Gerster, Lars-Gunnar Lotz und Christian Klandt, die German Films bei den Anreisekosten unterstützte, ihre Filme in São Paulo vor.

Das brasilianische Publikum zeigte sich sehr interessiert und auch angetan vom deutschen Kino. Vier deutsche Filme - OH BOY von Jan Ole Gerster (Schiwago Film), SPEED – AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT von Florian Opitz (Dreamer Joint Venture Filmproduktion), TRANSPAPA von Sarah Judith Mettke (teamWorx Television und Filmproduktion) und SCHULD SIND IMMER DIE ANDEREN von Lars-Gunnar Lotz (Film- und Fernsehlabor Ludwigsburg) - wurden von den Zuschauern unter die 14 interessantesten Filme des Festivals gewählt, unter denen die Festival Jury die Gewinner auswählte. Hauptdarsteller Edin Hasanevic erhielt von der Jury schließlich eine Special Mention für seine Leistung in SCHULD SIND IMMER DIE ANDEREN. Die Vorstellungen von BARBARA von Christian Petzold (Schramm Film Koerner & Weber), HANNAH ARENDT  von Margarethe von Trotta (DE/LU/FR, Heimatfilm) und SCHULD SIND IMMER DIE ANDEREN waren komplett ausverkauft. 

Um den Festivalbesuchern die deutschen Filme nahe zu bringen, hatte German Films eine Sonderbroschüre zu den deutschen Produktionen vor Ort herausgebracht, die alle akkreditierten Gäste erhielten und auch in allen Kinos ausgelegt wurde.

Auch richtete German Films ein Abendessen vor Ort für Verleiher und die anwesenden deutschen Filmemacher aus, das sehr gut besucht war.

Beim Koproduktionstreffen im Rahmen des Festivals war das Interesse nicht nur von deutscher, sondern auch von brasilianischer Seite groß. Es waren sowohl Vertreter vom brasilianischen Kulturministerium, Filmförderung, Produzentenverbänden und der Stadt São Paulo wie auch hochkarätige Produzenten anwesend. Alle Veranstaltungen waren mit bis zu 100 Teilnehmern sehr gut besucht, die Teilnehmer informierten sich in Panels z.B. zur Filmproduktion und Filmfinanzierung in beiden Ländern. Sehr beliebt waren auch die Pitching-Veranstaltungen, in denen Produzenten elf deutsche und elf brasilianische Filmprojekte vorstellten.

Deutsche Welle TV berichtet am 23. November in der Sendung KINO über die deutsche Präsenz beim São Paulo International Film Festival.

 Alle deutschen Filme in São Paulo…

São Paulo war der Auftakt für eine Tournee einer Auswahl deutscher Filme, die beim Festival liefen, durch vier weitere brasilianische Städte. German Films hat dies mit Unterstützung des Goethe-Instituts unter dem Titel PANORAMA ALEMÃO organisiert. Vorbereitend für das Deutschlandjahres 2013 in Brasilien liefen jeweils neun bis zehn deutsche Produktionen in Porto Alegre, Curitiba und Recife (im Rahmen des Janela Festivals) und Ende November auch noch in Salvador. Die Regisseure Hendrik Handloegten, Tim Fehlbaum, Wolfgang Dinslage und Sarah Judith Mettke stellten ihre Filme vor Ort vor.  

Die beiden Eröffungsveranstaltungen in Porto Alegre, wo in Anwesenheit von Hendrik Handloegten FENSTER ZUM SOMMER (DE/FI, Zentropa Entertainments Berlin) gezeigt wurde, und in Curitiba, wo Wolfgang Dinslage bei der Vorführung von FÜR ELISE (Ostlicht Filmproduktion) präsent war, waren komplett ausverkauft. Insgesamt waren in Porto Alegre und Curitiba knapp 2.000 Zuschauer zugegen. Die Besucher in Porto Alegre lobten die hohe Qualität der dort gezeigten deutschen Produktionen und wünschten sich, in Zukunft mehr deutsche Filme im Kino sehen zu können.

In Recife wurde der deutsche Schwerpunkt beim Janela Festival mit GNADE von Matthias Glasner (Knudsen & Streuber Medienmanufaktur, Schwarzweiss Filmproduktion, ophir film) eröffnet. Matthias Glasner war kurzfristig verhindert vor Ort dabei zu sein, allerdings war die Nachwuchsregisseurin Sarah Judith Mettke wie auch in Porto Alegre und Curitiba mit TRANSPAPA präsent. Sie zieht ein positives Résumé ihrer Brasilienreise: „Es war eine anstrengende, aber auch wahnsinnig aufregende Zeit in Brasilien und ich hab viel gesehen, viel gelernt, viel erlebt und jede Menge sehr gutes Feedback für meinen Film bekommen. Die Brasilianer sind leidenschaftliche Kinogänger und Cineasten und sie lieben Deutsches Kino. Manchen musste ich sogar versprechen, dass ich in Deutschland Bescheid sage, dass hier bitte alle ihre Filme nach Brasilien schicken sollen.“

In allen drei Städten wurde das PANORAMA ALEMÃO in der Tagespresse mit größeren Artikeln angekündigt und die mitgereisten Regisseure standen dem Publikum nach den Vorführungen Rede und Antwort. Ein Highlight der Berichterstattung in den brasilianischen Medien war ein Interview im Kinomagazin „Cine Ó“ des Fernsehsenders ÓTV mit Sarah Judith Mettke und Wolfgang Dinslage in Curitiba.

Schon nach drei Veranstaltungsorten des PANORAMA ALEMÃO fällt die Bilanz von Barbie Heusinger, Projektkoordinatorin bei German Films, sehr positiv aus:  „Ausverkaufte Kinosäle, rege Beteiligung des Publikums an den Gesprächen mit den Regisseuren, eine große Presseaufmerksamkeit. Immer wieder kam die Frage auf, wie wohl mehr deutsches Kino in Brasilien gesehen werden könne. Die Nachfrage nach einer Wiederholung der Veranstaltung ist bereits jetzt enorm.“

Als letzte Station reist das PANORAMA ALEMÃO nach Salvador und wird dort am 30. November von Tim Fehlbaums HELL (DE/CH, Caligari Film- und Fernsehproduktion) eröffnet. Der Regisseur wird vor Ort sein.

Das Goethe-Institut unterstützte German Films vor Ort bei der Herstellung der Kontakte zu den Kinos und der Bewerbung des PANORAMA ALEMÃO.

Alle Filme des PANORAMA ALEMĂO…

Fotos aus São Paulo und dem PANORAMA ALEMÃO bei Facebook…

 
 
INTERNATIONALE PLATTFORM FÜR DEUTSCHE DOKUS IN LEIPZIG

Im Rahmen des 55. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilme DOK Leipzig (29. Oktober – 4. November) fand am 29. Oktober zum siebten Mal das von DOK Leipzig, der AG DOK und German Films organisierte Leipzig Screening statt. Dies beinhaltet nicht-öffentliche Vorführungen aktueller deutscher Kino- und TV-Dokumentarfilme für internationale Einkäufer, Vertreter von TV-Sendern, Weltvertriebe und internationale Festivals. In diesem Jahr waren über 40 Teilnehmer mit dabei. „Das Leipzig Screening bietet Einkäufern die Möglichkeit, herausragende, neue Dokumentarfilme aus Deutschland vorab auf der großen Leinwand zu sehen. So können gezielt Verkäufe initiiert werden,“ so Julia Basler, Projektkoordinatorin für Dokumentarfilm bei German Films.

Den Teilnehmern wurden der Film THE LAST CATCH in Anwesenheit des Regisseurs Markus CM Schmidt, des Produzenten Carl-Ludwig Rettinger (Lichtblick Film) und Ulrike Schröder vom Weltvertrieb Global Screen gezeigt, sowie DAS VENEDIG PRINZIP von Andreas Pichler in Anwesenheit von Julia Cöllen von der Produktionsfirma filmtank, SPEED – AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT von Florian Opitz in Anwesenheit des Regisseurs sowie des Produzenten Wekas Gaba (Dreamer Joint Venture) und BEERLAND von Matt Sweetwood in Anwesenheit von Olaf Jacobs (Hoferichter & Jacobs). Kuratorin Eva Rink von DOK Leipzig hatte die Filme aus allen Anmeldungen, die bei German Films eingegangen waren, ausgewählt. Nach Ende der Screenings konnte sie von positiver Resonanz berichten: Die Filme kamen bei den Einkäufern und Festivals durchwegs positiv an und es ist mit einigen Festivaleinladungen und Verkäufen zu rechnen.

Als weitere Gelegenheit für deutsche Dokumentarfilmer neben dem Leipzig Screening internationale Kontakte zu knüpfen, organisierte German Films am 1. November das German Films Lunch zu Ehren der deutschen Produktionen im Festival. Zum Networking in der Alten Nikolaischule geladen waren deutsche Regisseure sowie Vertreter internationaler Festivals. Insgesamt nutzten über siebzig Gäste die Möglichkeit, sich in informeller Atmosphäre auszutauschen und auf ihre aktuellen Filme aufmerksam zu machen.

Es waren unter anderem vor Ort: das schweizerische Festival Visions du Réel, aus den USA das True/False Film Fest, das American Documentary Film Festival und das Animated Documentary Film and Comics Festival, des weiteren Doc Point Helsinki, das Zagreb Festival, One World Prague, das Abu Dhabi Film Festival, das Krakow Film Festival und das eDoc Documentary Festival aus Ecuador.

Preise für deutsche Filme in Leipzig…

 
 
PREISE IN ROM

Erfolg für die deutsch-moldavische Koproduktion PANIHIDA (Weydemann Bros., dffb) beim Internationalen Film Festival in Rom (9. -17. November): Der Film von Ana-Felicia Scutelnicu gewann den CinemaXXI Award for Short and Medium Films. Nach der Weltpremiere des Films hatte German Films für die Filmemacher und die internationale Presse ein Abendessen ausgerichtet.

Auch für die deutsche Nachwuchsregisseurin Jessia Krummacher war Rom ein gutes Pflaster. Sie wurde für ihr neuestes Projekt MORDOGAN (Lieblingsfilm) mit dem Eurimages Co-Production Development Award ausgezeichnet. Jessica Krummacher hatte Deutschland in Rom beim Koproduktionsmarkt New Cinema Network vertreten.

Alle deutschen Filme in Rom...

 
 
DEUTSCHE KURZFILME BELIEBT IN KIEW

Im Bereich Kurzfilm bietet German Films interessierten Veranstaltern im Ausland nicht nur eigene Tourneeprogramme wie NEXT GENERATION SHORT TIGER oder die SOIREE ALLEMANDE – A CRUSH ON GERMAN SHORT FILM für Vorführungen an. Auch deutsche Schwerpunktprogramme bei Film Festivals werden unterstützt.

Als ein solches einmaliges Sonderprogramm war die „Lange Nacht des deutschen Kurzfilms“ beim Molodist Festival in Kiew 2006 geplant, sie fand aber schon bei der Premiere so großen Anklang beim jungen ukrainischen Festivalpublikum, dass sie sich zu einer fest etablierten, jährlichen Einrichtung des Festivals entwickelte und in diesem Jahr bereits zum siebten Mal die umfangreichen Wettbewerbs- und Programmreihen des traditionsreichen Festivals ergänzte. Für das 42. Molodist Festival 2012 (20. - 28. Oktober) stellte das Programmteam des Festival aus den eingereichten deutschen Kurzfilmen ein abwechslungsreiches, rund fünfstündiges Programm mit 28 kurzen Spiel-, Animations-, Dokumentar- und Experimentalfilmen zusammen. Gleich mit zwei Regiearbeiten - NIMMERSATT und WHAT IN SEEMS - war der HFF Potsdam-Student Jakob Schmidt in diesem Programm vertreten, er präsentierte die Vorführung gemeinsam mit Jutta Wille (AG Kurzfilm) persönlich vor Ort. Trotz spätem Vorführungsbeginn nach Mitternacht fanden sich zahlreiche Zuschauer in der Nacht von Freitag auf Samstag im traditionsreichen Kino Kiev im Stadtzentrum ein, um mit deutschen Kurzfilmen ins Wochenende zu starten.

Alle Filme der „Langen Nacht des deutschen Kurzfilms"...

Auch im offiziellen Wettbewerb des Festivals war ein deutscher Kurzfilm erfolgreich: KOMM HINTERS LICHT von Judith Beuth (Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ (HFF Potsdam)) erhielt eine Special Mention in der Student Short Film Competition.

 
 
DEUTSCHE PRODUZENTEN TREFFEN SICH IN MÜNCHEN

Am 14. November fand in München ein von German Films organisiertes Produzententreffen statt. German Films veranstaltet diese Networkingveranstaltung seit Oktober 2010 in den großen Produktionsstandorten Deutschlands wie Berlin, Stuttgart, Köln, Hamburg und jetzt München. Im nächsten Jahr ist ein Treffen in Leipzig geplant. Das Produzententreffen bietet deutschen Produzenten die Möglichkeit, sich über Aktivitäten und Projekte auszutauschen und neue Anregungen zu erhalten. Diese Gelegenheit wird von den Produzenten auch sehr positiv aufgenommen, in München waren 14 Teilnehmer erschienen. Auch Professor Dr. Klaus Schaefer, Geschäftsführer des FFF Bayern und Martin Moszkowicz, Vorstand für den Bereich Film und Fernsehen bei Constantin Film und Aufsichtsratvorsitzender von German Films, waren zugegen.  

 
 
SPOTLIGHT: LOS ANGELES

Großer Zuspruch für deutsche Filme beim AFI Fest in Los Angeles (1.-8. November). Beide Vorstellungen von OH BOY (Schiwago Film), der in der Sektion Breakthrough lief, waren ausverkauft und wurden mit langem Applaus bedacht. Regisseur Jan Ole Gerster war nach L.A. gereist, um den Zuschauern nach dem Film in einem Q&A Rede und Antwort zu stehen. Auch Christian Petzolds BARBARA (Schramm Film Koerner & Weber), der im World Cinema lief,  kam sehr positiv beim Festivalpublikum an, wie Nicole Kaufmann, Projektkoordinatorin für die USA bei German Films, vor Ort beobachten konnte. NAIROBI HALF LIFE von Tosh Gitonga (KE/DE, One Fine Day Films), der von Tom Tykwer produziert wurde, gewann den Audience Award in der Sektion Breakthough. Die deutsche Koproduktion DIE KÖNIGIN UND DER LEIBARZT von Nikolaj Arcel (DK/SE/CZ/DE, Zentropa Entertainment) wurde mit dem Audience Award in der Sektion World Cinema ausgezeichnet.

Alle deutschen Filme beim AFI Fest…

Am von German Films betreuten Gemeinschaftstand bei der parallel stattfindenden wichtigen Verkaufsmesse American Film Market (AFM, 31. Oktober – 7. November) waren in diesem Jahr die sechs deutschen Weltvertriebe ARRI Worldsales, The Match Factory, Media Luna New Films, Palatin Media, Solamedia und TMG vertreten. Sie nutzten den Gemeinschaftsstand für Geschäftsgespräche mit Produzenten, Verleihern und Festivals.