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Dezember 2017
 
 
 
 
DER DEUTSCHE FILM INTERNATIONAL 2017 – EIN RÜCKBLICK

Ein Cannes-Wettbewerbsbeitrag zum zweiten Mal in Folge, das größte Toronto-Aufgebot bisher, Doppelgold bei den Studentenoscars, ein Animationsfilm als internationaler Box-Office-Erfolg und deutsche Serien groß im Gespräch – das sind nur einige Schlaglichter aus dem Jahr 2017.  Insgesamt betrachtet gab es rund 3.000 Programmierungen und 300 Auszeichnungen für deutsche Filme und Koproduktionen bei großen internationalen Festivals.

Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin von German Films: „Eine Reihe wichtiger internationaler Festivals wie beispielsweise Sundance, Locarno oder Toronto hält dem deutschen Film, wenn man die letzten Ausgaben betrachtet, kontinuierlich und prominent die Treue. Auch großartig zu beobachten war wie stark Nachwuchsfilme – ob kurz oder lang – und der deutsche Dokumentarfilm im weltweiten Festivalgeschehen abschnitten.“  


SPIELFILM:

Die Temperaturen sind meist noch unfreundlich in Park City und der deutschen Hauptstadt, wenn die internationale Filmbranche im Januar und Februar zuerst zum Sundance Film Festival und danach zur Berlinale pilgert. Freundlich war jedoch der Jahresbeginn fürs deutsche Kino bei beiden Festivals: In Sundance waren - nach Nicolette Krebitz mit WILD 2016 - zum zweiten Mal in Folge deutsche FilmemacherInnen in Wettbewerb World Dramatic Competition vertreten. AXOLOTL OVERKILL, der Debütfilm von Helene Hegemann, feierte dort Weltpremiere zusammen mit EINE GLÜCKLICHE FAMILIE des georgisch-deutschen Regieduos Nana Ekvtimishvili und Simon Gross. Filmkünstler Julian Rosefeldt zeigt in MANIFESTO Cate Blanchett in vielen unterschiedlichen Rollen und wurde in der Sektion Premieres programmiert. Auf heimischem Boden bei der Berlinale waren unter anderem mit Thomas Arslan (HELLE NÄCHTE), Volker Schlöndorff (RÜCKKEHR NACH MONTAUK) und Andres Veiel (BEUYS) drei deutsche Regisseure im Wettbewerb vertreten.

2016 bespielte er Festivals rund um die Welt und schaffte es auf die Jahresbestenlisten der führenden internationalen Filmpublikationen. 2017 gab es – quasi als krönenden Abschluss – noch eine Oscar®-Nominierung in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Kinofilm für TONI ERDMANN von Maren Ade. Bei der Verleihung musste sich die deutsche Tragikomödie zwar dem iranischen Beitrag THE SALESMAN geschlagen geben, gewann aber am Vortag der Oscars® einen Independent Spirit Award als Bester internationaler Film.

Begonnen hatte die TONI-ERDMANN-Erfolgsgeschichte 2016 beim Festival de Cannes. Ein Jahr später saß nicht nur Regisseurin Maren Ade in der Wettbewerbsjury, auch war deutsches Kino mit AUS DEM NICHTS von Fatih Akin filmisch erneut im Cannes-Wettbewerb vertreten. Hollywood-Star Diane Kruger wurde für ihre erste deutschsprachige Hauptrolle als Katja, deren Leben von einer Sekunde auf die andere zerbricht, mit dem Preis als Beste Schauspielerin ausgezeichnet und der Thriller in die ganze Welt verkauft. Später im Jahr wurde er als deutscher Beitrag im Rennen für den Foreign-Language-Oscar® ausgewählt, für einen Golden Globe® und Critics’ Choice Award nominiert. WESTERN von Valeska Grisebach lief in der Sektion Un Certain Regard in Cannes und fand bei der internationalen Fachpresse, wie auch bei weiteren wichtigen Festivals unter anderem in Karlovy Vary, New York, Toronto oder London sehr großen Anklang. Auch die unabhängigen Sektion Semaine de la Critique hatte mit dem animierten Spielfilm TEHERAN TABU von Ali Soozandeh sowie dem Kurzfilm ELA – SKIZZEN ZUM ABSCHIED von Oliver Adam Kusio deutsche Filme im Programm. Regielegende Werner Herzog erhielt den Carrosse d’Or Preis der Quinzaine des Réalisateurs.

Den wichtigen Sommerfestivals in Locarno und Venedig hatte es besonders das junge deutsche Kino angetan. Beim kleinsten A-Festival im schweizerischen Tessin war Jan Speckenbachs FREIHEIT im Wettbewerb so beliebt, dass nach drei komplett ausverkauften regulären Screenings ein Zusatzscreening angesetzt wurde. Der mit Alexander Fehling und Bérénice Bejo hochkarätig besetzte DREI ZINNEN von Jan Zabeil und Felix Randaus Geschichte aus der Jungsteinzeit DER MANN AUS DEM EIS liefen im beeindruckenden Freilichtkino der Piazza Grande in Locarno. DREI ZINNEN wurde mit dem Variety Piazza Grande Award, vergeben von einer Jury aus FilmkritikerInnen der Branchenzeitschrift, ausgezeichnet.

Rick Ostermann kehrte 2017 mit seinem zweiten Langfilm KRIEG in die Orrizonti an den venezianischen Lido zurück. Schon sein Debüt WOLFSKINDER feierte in der Sektion, die sich neuen Entdeckungen im internationalen Film widmet, Weltpremiere. In der unabhängige Venice International Film Critics’ Week lief mit DRIFT, dem Langfilmdebüt von Helena Wittmann, ein weiterer Beitrag einer jungen deutschen FilmemacherIn.

Besonders bemerkenswert beim Toronto International Film Festival in diesem Jahr war, dass allein vier Beiträge aus Deutschland in den prestigeträchtigen Special Presentations programmiert waren, die herausragenden Filmen profilierter RegisseurInnen vorbehalten sind. Weltpremiere feierten DER HAUPTMANN, Regisseur Robert Schwentkes erster deutscher Film nach einer Reihe von Hollywood-Projekten, sowie SUBMERGENCE von Wim Wenders, der damit zum dritten Mal in Folge beim TIFF zu Gast war. Beide starteten ihre internationale Festivalauswertung mit gleich zwei Hochkarätern, denn danach ging es zur Europapremiere nach San Sebastian – für SUBMERGENCE sogar als Eröffnungsfilm. Weiterhin setzten AUS DEM NICHTS von Fatih Akin und DREI ZINNEN von Jan Zabeil in den TIFF Special Presentations ihre schon erfolgreichen Festivalkarrieren fort. SOMMERHÄUSER, Sonja Maria Kröners Langfilmdebüt, feierte seine internationale Premiere in der Sektion Discovery, die Erst- und Zweitfilmen vorbehalten ist.

Darüber hinaus gab es 2017 weitere Wettbewerbsbeiträge für deutsche Beiträge bei internationalen Key-Festivals. So lief FORGET ABOUT NICK von Margarethe von Trotta in Tokio, Markus Gollers SIMPEL in Shanghai oder A THOUGHT OF ECSTASY von RP Kahl und 1000 ARTEN, REGEN ZU BESCHREIBEN von Isa Prahl, der auch den Preis als Bester Erstlingsfilm gewann, in Tallinn. Und auch bei wichtigen, auf den Nachwuchsfilm fokussierten Veranstaltungen stand der deutsche Film gut da: Das Rotterdam International Film Festival zeigte SELBSTKRITIK EINES BÜRGERLICHEN HUNDES von Julian Radlmaier im Wettbewerb, das Festival in Buenos Aires eröffnete mit CASTING von Nicolas Wackerbarth, Roderick Warichs 2557 lief im Internationalen Wettbewerb. Deutsche Schwerpunkte im Programm gab es unter anderem in Shanghai, Guadalajara und Durban.

Animation aus Deutschland bleibt auch 2017 ein internationaler Verkaufs- und Box-Office-Hit. ÜBERFLIEGER – KLEINE VÖGEL, GROSSES GEKLAPPER von Toby Genkel und Reza Memari ist bisher in 44 Ländern ins Kino gekommen und hat über 10 Millionen Euro außerhalb Deutschland, der Schweiz und Österreich eingespielt. Unter anderem wurde die Geschichte vom Waisenvogel Richard, der von Störchen aufgezogen wird, in Russland von über 600.000 ZuschauerInnen gesehen und erreichte in Norwegen einen Umsatz von rund 830.000 Euro. Gut lief auch der Horror-Thriller UNFRIEND von Simon Verhoeven, der bisher rund 7.5 Millionen Euro Box Office erreicht hat (Stand: 30.9.2017), allein über drei Millionen Euro wurden in den USA eingespielt. TONI ERDMANN startete 2017 noch in einigen Ländern im Kino und steht inzwischen bei einem Gesamt-Box-Office von rund 9.5 Millionen Euro (exklusive Deutschland/Österreich/Schweiz). Unter anderem lief er in Spanien (rund 530.000 Euro Umsatz), Italien (rund 450.000 Euro) sowie Großbritannien und Irland (rund 700.000 Euro). In den USA war der Kinostart am 25. Dezember 2017 mit einem Box Office von rund 1.4 Millionen Euro. Maria Schraders VOR DER MORGENRÖTE, der beim Europäischen Filmpreis 2017 mit dem People’s Choice Award ausgezeichnet wurde, kam unter anderem in Spanien mit rund 77.000 BesucherInnen und in Dänemark mit rund 20.000 ZuschauerInnen gut an.

DOKUMENTARFILM:

Kunst im Berlinale-Wettbewerb mit BEUYS von Andres Veiel, außergewöhnliche Perspektiven zu aktuellen politischen Themen mit DAS KONGO TRIBUNAL von Milo Rau sowie THE POETESS von Stefanie Brockhaus und Andreas Wolff in der Semaine de la Critique des Locarno Festivals oder die Geschichte des kurdischen Filmemachers Yilmaz Güney in Hüseyin Tabaks THE LEGEND OF THE UGLY KING in TIFF Docs in Toronto: Deutsche Dokumentarfilme waren auffällig gut vertreten bei den bekanntesten internationalen Festivals. Erfolge feierte auch Jakob Preuss’ zweiter Langfilm ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM. Mit internationaler Premiere in der Sektion Bright Future des für den Nachwuchsfilm wichtigen International Film Festivals Rotterdam, wurde er in Shanghai als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Ferner gab es bei den beiden größten auf Dokumentarfilm spezialisierten Festivals in Toronto und Amsterdam einiges aus Deutschland zu sehen. PRE-CRIME von Matthias Heeder und Monika Hielscher sowie PLAYING GOD von Karin Jurschick feierten ihre Welturaufführung in der profilierten Special-Presentations-Sektion der Hot Docs Toronto. Dabei stellen beide Filme Fragen sehr aktuelle Fragen nach unserem heutigen Wertesystem, was von der internationalen Presse heiß diskutiert wurde. Marc Eberhardts DER EINZUG über den Wahlkampf von Afd-Politiker Jörg Meuthen wurde in der Sektion Democrazy mit seiner internationalen Premiere programmiert. STORY OF SAHEL SOUNDS von Neopan Kollektiv lief in Artscapes.

Das International Documentary Festival Amsterdam bot folgenden Beiträgen aus Deutschland eine exponierte internationale Plattform in den Wettbewerben: OF FATHERS AND SONS von Talal Derki kreierte „major buzz“ (Variety) im Langfilmwettbewerb. In der IDFA Competition for First Appearance lief Melanie Gärtners erster Langfilm YVES VERSPRECHEN mit seiner Welturaufführung. Im Wettbewerb für Studenten-Dokumentarfilme war Alexandra Wesolowski mit DAS FEST, ihrem Abschlussfilm von der HFF München, eingeladen. Bei Visions du Réel in Nyon, einem weiteren bedeutenden Dok-Festival, gewann TASTE OF CEMENT von Ziad Kalthoum den Hauptpreis.

KURZFILM:

Es hätte nicht besser laufen können aus deutscher Sicht bei der Verleihung der 44. Student Academy Awards®. Nach mehrfachen Auszeichnungen in den letzten Jahren ging 2017 Doppelgold an deutsche Kurzfilmproduktionen und zwar an GALAMSEY – FÜR EINE HANDVOLL GOLD von Johannes Preuss in der Dokumentarfilmsektion sowie an WATU WOTE – ALL OF US von Katja Benrath in der Kategorie Narrative (International Film Schools). WATU WOTE – ALL OF US ist auch auf der Shortlist für den Oscar® in der Kategorie Best Live Action Short Film.

Einen guten Jahresstart gab es bereits beim Internationalen Kurzfilmfestival Clermont-Ferrand, einer der wichtigsten internationalen Kurzfilm-Plattformen, mit neun Beiträgen in den Wettbewerben und einer Nominierung für den Europäischen Filmpreis obendrauf für WANNABE von Jannis Lenz. Animationsfilm steht in Annecy im Rampenlicht, kurze Animationsfilme aus Deutschland nutzten diese Plattform auf vielfältige Art und Weise sich zu präsentieren. Mit allein neun Kurzfilmen in den Wettbewerben, dem Preis für den Besten Studentenfilm an Jonatan Schwenk für seinen Kurzanimationsfilm SOG sowie dem Preis für den besten TV-Film für die britische Produktion REVOLTING RHYMES der deutschen Regisseure Jan Lachauer und Jakob Schuh. Viele weitere kurze Animationen waren 2017 hinsichtlich Festivaleinladungen und Auszeichnungen ebenfalls sehr erfolgreich, so zum Beispiel CALL OF CUTENESS von Brenda Lien, NACHTSTÜCK von Anne Breymann und UGLY von Nikita Diakur, der auch für den Europäischen Filmpreis 2017 nominiert war.

Internationales A-Festival-Spotlight fiel auf ELA - SKIZZEN ZUM ABSCHIED von Oliver Adam Kusio in der Semaine de la Critique in Cannes, auf DAS SATANISCHE DICKICHT – DREI von Willy Hans sowie UND ALLES FÄLLT von Nadine Schwitter in den Pardi di domani Wettbewerben in Locarno oder THIS IS A WAR ROOM von Boris Hars-Tschachotin in der Venice Classics – Documentary on Cinema Competition. ZEIT DER UNRUHE von Elsa Rosengren wurde in San Sebastian mit dem Orona Award für den innovativsten Film des Student Film Meetings ausgezeichnet. Beim Shanghai International Film Festival, einer der wichtigsten und größten Filmveranstaltungen in Asien, ging der Preis für den Besten Kurzspielfilm an BAKA von Arvid Klapper. Eine umfassende internationale Festivalauswertung erfuhr unter anderem der Kurzdokumentarfilm KALTES TAL von Florian Fischer und Johannes Krell, der – um nur wenige zu nennen – in Rotterdam, Clermont-Ferrand und bei Hot Docs Toronto eingeladen war. FIND FIX FINISH von Mila Zhluktenko und Sylvain Cruiziat, ein weiterer Kurzdokumentarfilm, lief unter anderem bei Visions du Réel und IDFA, in San Sebastian oder Guanajuato und gewann zahlreiche Preise.


TV:

Hochwertige TV-Serien bleiben ein großer internationaler Trend und so zeigen einige der bedeutendsten internationalen Filmfestivals inzwischen auch Serien in eigenen Sektionen. In Berlinale Special Series stellten sich DER GLEICHE HIMMEL unter der Regie von Oliver Hirschbiegel und mit Tom Schilling in der Hauptrolle eines Stasi-Agenten sowie  Marvin Krens 4 BLOCKS über einen arabischen Clan in Berlin-Neukölln vor. Hauptdarsteller Kida Khodr Ramadan wurde bei Europas größtem Serienfestival Seriés Mania ausgezeichnet. Zum dritten Mal zeigte die wichtigste nordamerikanische Filmschau, das Toronto International Film Festival, hochklassiges internationales TV. Zum ersten Mal war mit DARK von Baran bo Odar und mit dem deutschen SHOOTING STAR Louis Hofmann in der Hauptrolle eine Produktion aus Deutschland eingeladen. Die Serie der Showrunner Baran bo Odar und Jantje Friese startete im Dezember weltweit auf Netflix unter sehr großem internationalen Pressecho. Auch über BABYLON BERLIN von Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries – u.a. beim Rome Film Fest programmiert – wurde international viel gesprochen und die Serie wird vielfach ausgestrahlt, so unter anderem in den USA und UK.


Weiterhin bewiesen deutsche TV-Produktionen ihre Qualität mit einer Reihe von Auszeichnungen bei den bedeutenden TV-Festivals. Beim Shanghai TV Festival wurde Mathias Glasners Serie LANDGERICHT-GESCHICHTE EINER FAMILIE, in der Ronald Zehrfeld einen jüdischen Richter spielt, als Best Foreign TV Film ausgezeichnet, bei den Seoul International Drama Awards gewann sie den Golden Bird Prize TV Movie. Beim Festival de Télévision de Monte-Carlo erhielt Anna Maria Mühe eine Goldene Nymphe als Beste Hauptdarstellerin im Long Fiction Program für ihre Rolle als Beate Zschäpe in NSU: MITTEN IN DEUTSCHLAND von Christian Schwochow, Züli Aladağ und Florian Cossen. Die beiden Sonderpreise Prix Signis und Prix de la Croix-Rouge Monégasque gingen an das Familiendrama EIN TEIL VON UNS von Nicole Weegmann. Und in Kanada beim Banff World Media Festival war PLANET EARTH II Grand Jury Winner der Rockie Awards sowie Gewinner in der Kategorie Environmental & Wildlife. Ende des Jahres gab es einen International Emmy Award für die deutsche TV-Serie FAMILIE BRAUN in der Kategorie Short-Form-Series.

 
 
AUS DEM NICHTS AUF OSCAR® SHORTLIST

Der deutsche Beitrag AUS DEM NICHTS von Fatih Akin (DE/FR, bombero international, Warner Bros. Film Productions Germany, corazón international) ist auf der Shortlist der letzten neun Filme für den 90. Oscar® in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Kinofilm. Dies teilte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) mit.

Weitere deutsche Beiträge im Oscar®-Rennen

Weiterhin sind mit A FANTASTIC WOMAN von Sebastián Lelio (CL/US/DE/ES, Komplizen Film) für Chile, FÉLICITÉ von Alain Gomis (FR/SN/BE/DE/LB, Kathu Studio) für Senegal, FOXTROT von Samuel Maoz (DE/IL/FR/CH, Pola Pandora) für Israel, LOVELESS von Andrey Zvyagintsev (RU/BE/DE/FR, Senator Film Produktion) für Russland, THE SQUARE von Ruben Östlund (SE/FR/DE/DK, Essential Film) für Schweden und THE WOUND von John Trengove (ZA/DE, Riva Film) für Südafrika weitere sechs deutsche Koproduktionen in der Auswahl. Insgesamt hatten 92 Länder ihre Filme in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Kinofilm eingereicht.

Schon bekanntgegeben wurden die Shortlists in den Kurzfilm-Kategorien. Bei Best Live Action ist der deutsche Studentenoscar-Gewinner WATU WOTE - ALL OF US von Katja Benrath (Hamburg Media School) dabei, bei den Animated Short Films REVOLTING RHYMES, eine britische Produktion der deutschen Regisseure Jakob Schuh und Jan Lachauer.

In der Dokumentarfilm-Sektion sind die beiden deutschen (Ko-)produktionen HUMAN FLOW von Ai Weiwei (Human Flow UG) und LAST MEN IN ALEPPO von Fera Fayyad (DK/DE, Kloos & Co. Medien) noch im Rennen.

Der Weg zu den Oscars®

Aus den Filmen der Shortlists werden die fünf Filme ausgewählt, welche eine Nominierung erhalten und an der Endauswahl für den Oscar® in dieser Kategorie teilnehmen. Die Academy wird die Oscar®-Nominierungen am 23. Januar 2018 bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet am 4. März 2018 im Dolby Theater in Hollywood statt.

AUS DEM NICHTS wurde im August 2017 von einer von German Films berufenen, unabhängigen Fachjury als deutscher Beitrag für die Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Kinofilm ausgewählt. Der Film von Fatih Akin ist auch für den Critics’ Choice Award und den Golden Globe nominiert. Im letzten Jahr war der deutsche Beitrag TONI ERDMANN von Maren Ade auf der Shortlist und erhielt auch eine Oscar®-Nominierung.

Über AUS DEM NICHTS

Aus dem Nichts zerbricht Katjas Leben: Ihr Mann und ihr Sohn sterben bei einem Bombenanschlag. Die Polizei fasst zwei Verdächtige: ein junges Neonazi-Paar. Katja will Gerechtigkeit – für sie gibt es keine Alternative.

Weltpremiere feierte AUS DEM NICHTS im Wettbewerb des 70. Festival de Cannes, wo Hauptdarstellerin Diane Kruger als Beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Es folgten Teilnahmen bei weiteren wichtigen Festivals wie unter anderem in Sydney, Moskau und Karlovy Vary, Toronto, Busan, Chicago oder AFI Fest L.A. Der Weltvertrieb The Match Factory hat AUS DEM NICHTS in über 30 Territorien weltweit verkauft, darunter auch in die USA. Magnolia Pictures bringt den Film dort am 27. Dezember 2017 in die Kinos.

AUS DEM NICHTS
ist eine Produktion der bombero international und Warner Bros. Film Productions Germany, in Koproduktion mit corazón international und den französischen Macassar Productions und Pathé. Gefördert wurde die Produktion von Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH), Deutscher Filmförderfonds (DFFF), Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Film- und Medienstiftung NRW und Filmförderungsanstalt (FFA).

Alle Filme auf der Shortlist und weitere Informationen zu den Oscars® gibt es hier.

 
 
FRANZ ROGOWSKI IST DEUTSCHER SHOOTING STAR

EFP (European Film Promotion) hat heute die zehn europäischen NachwuchsschauspielerInnen bekannt gegeben, die als EUROPEAN SHOOTING STARS 2018 bei der Berlinale geehrt werden. Franz Rogowski aus Deutschland wurde als eines der besten Talente Europas ausgewählt.

Eine internationale Fachjury kam in Hamburg zusammen, um die EUROPEAN SHOOTING STARS 2018 zu küren. Sie wurden aus KandidatInnen ausgewählt, die von Mitgliederorganisationen von European Film Promotion – also auch unter anderem von German Films – nominiert worden waren.

European Film Promotion wird die EUROPEAN SHOOTING STARS am ersten Berlinale-Wochenende der internationalen Filmwelt präsentieren. Bei verschiedenen Veranstaltungen und Workshops werden die europäischen Talente internationalen Casting Directors, AgentInnen, RegisseurInnen, ProduzentInnen und PressevertreterInnen vorgestellt. Highlight zum Abschluss ist die Verleihung der EUROPEAN SHOOTING STARS Awards am 19. Februar 2018 auf der Bühne des Berlinale Palasts.

Franz Rogowski arbeitete als Tänzer und Performer am Thalia Theater in Hamburg und an der Schaubühne in Berlin. Der Filmregisseur Jakob Lass erkannte sein schauspielerisches Talent und besetzte ihn mit Hauptrollen in FRONTALWATTE und LOVE STEAKS. Für LOVE STEAKS erhielt Rogowski die wichtige deutsche Nachwuchsauszeichnung Förderpreis Neues Deutsches Kino für Bestes Schauspiel beim Filmfest München. Danach folgten Hauptrollen in dem vielfach preisgekrönten Onetaker VICTORIA von Sebastian Schipper und in FIKKEFUCHS von Jan Henrik Stahlberg. Seit 2015 gehört Rogowski zum Ensemble der Kammerspiele München. Es folgten die Filmarbeiten mit Michael Haneke für HAPPY END sowie mit Terrence Malick für dessen aktuelles Kinoprojekt. Als nächstes wird Franz Rogowski  in Hauptrollen in TRANSIT von Christian Petzold und IN DEN GÄNGEN von Thomas Stuber, der im Berlinale Wettbewerb Weltpremiere feiert, zu sehen sein.

Die Jury sagt über den deutschen SHOOTING STAR: „Franz hat mit seinen letzten Rollen in Filmen von Terrence Malick und Michael Haneke unsere Herzen und unsere Sinne erobert und uns mit seiner Individualität und Kreativität beeindruckt. In der schwarzen Komödie FIKKEFUCHS über einen jungen Mann, der mit seiner eigenen Desillusionierung umgehen muss, liefert er eine sehr authentische Performance, die die komplexe und vielschichtige Persönlichkeit seines Charakters vermittelt."

Franz Rogowski: „Ich freue mich auf die Berlinale. Hope the weather will be fine. Danke an die Jury, dass sie mich zum SHOOTING STAR gemacht hat. I’m so happy.“

Die EUROPEAN SHOOTING STARS Jury 2018 besteht aus der preisgekrönten niederländischen Regisseurin Mijke de Jong, Produzentin Ankica Juric Tilic (PRODUCER ON THE MOVE 2009), Casting Director Nicole Schmied aus Österreich, dem ehemaligen EUROPEAN SHOOTING STAR Eduardo Noriega und dem Filmkritiker und Mitglied des norwegischen Oscar®-Kommittees Mode Steinkjer.

Neben Franz Rogowski aus Deutschland wurden folgende neun SchauspielerInnen ausgewählt: Matilda De Angelis (Italien), Alba August (Schweden), Michaela Coel (Großbritannien), Eili Harboe (Norwegen), Irakli Kvirikadze (Georgien), Matteo Simoni (Belgien), Jonas Smulders (Niederlande), Réka Tenki (Ungarn) und Luna Wedler (Schweiz).

Ehemalige deutsche SHOOTING STARS sind unter anderem Louis Hofmann, Jella Haase, Jannis Niewöhner, Daniel Brühl, Hannah Herzsprung, Alexander Fehling, David Kross, Anna Maria Mühe und Moritz Bleibtreu.

Das EUROPEAN SHOOTING STARS Programm wird von Creative Europe - MEDIA-Programm der EU sowie von den beteiligten EFP-Mitgliedsorganisationen und weiteren Kooperationspartnern unterstützt.

German Films ist Gründungsmitglied von EFP (European Film Promotion), welche die EUROPEAN SHOOTING STARS Auswahl und Präsentation in diesem Jahr zum 21. Mal organisiert.

Weitere Informationen zu den EUROPEAN SHOOTING STARS hier.

 
 
ZUSCHAUERZUWACHS IN CHINA

Von 6.200 zu 41.000 Leinwänden in den letzten sechs Jahren – die Expansion auf dem chinesischen Filmmarkt sucht ihresgleichen. Dabei ist der Markt, besonders für ausländische Filme, hart umkämpft. Umso wichtiger ist es, dem dortigen Publikum die Möglichkeit zu bieten, deutsches Kinoschaffen kennenzulernen. Diese bot das Festival des deutschen Films vom 10. bis 27. November 2017 zum fünften Mal sehr erfolgreich – mit eindrucksvoll wachsenden BesucherInnenzahlen.

ZuschauerInnen und deutsche Gäste

Über 10.000 ZuschauerInnen kamen in den vier chinesischen Städte Peking, Chengdu, Shenzhen und Nanjing zusammen, um 15 aktuelle deutsche Filme zu sehen. Im letzten Jahr waren es rund 5.000 ZuschauerInnen in drei Festivalstädten.

Vier Herren aus Regie und Schauspiel traten die Reise ins Land der Mitte an, um ihre Werke vor Ort zu präsentieren. Regisseur Matti Geschonneck stellte die DDR-Drei-Generationen-Geschichte IN ZEITEN DES ABNEHMENDEN LICHTS (MOOVIE) in Peking, Chengdu und Nanjing vor – in Peking sogar in einer Galavorführung zur Eröffnung des Festivals. Parallel wurde im MOMA, dem einzigen Arthouse Kino in Peking, SIMPEL (LETTERBOX FILMPRODUKTION, C-FILMS DEUTSCHLAND, Amalia Film), ein Roadmovie um zwei ungleiche Brüder, in Anwesenheit von Hauptdarsteller Frederick Lau gezeigt.

Euphorie und Diskussionsfreude

Beide trafen nicht nur auf ein ausverkauftes Haus, sondern auch auf große Euphorie und viele Fragen der ZuschauerInnen. Frederick Lau war nach Screeningende umgeben von einer Traube an Fans, die Selfies machen oder Autogramme haben wollten. Auch vor politischen Themen schreckte das chinesische Publikum nicht zurück und ließ sich mit Matti Geschonneck auf eine lange Diskussionen über die DDR und deren Zusammenbruch ein.

Diese Diskussionsfreunde war während des gesamten Festivals zu beobachten - auch bei TERROR (MOOVIE), der schon als interaktives Event unter anderem bei den Festivals des deutschen Films in Madrid und Buenos Aires für Publikumsbegeisterung sorgte. In China war Regisseur Lars Kraume vor Ort, als das Publikum nach der fiktiven Gerichtsverhandlung über den Abschuss einer Passagiermaschine, um einen Terroranschlag zu verhindern, über schuldig oder nicht schuldig abstimmte.

Ein junges Publikum und seine Favoriten

Schon in den letzten Jahren gab es einen auffällig jungen Altersdurchschnitt bei den FestivalbesucherInnen. Das setzte sich 2017 fort. So passte es gut, dass auch junges deutsches Kino gezeigt wurde. Michael Koch stellte in Peking und Chengdu sein Langfilmdebüt MARIJA (DE/CH, Pandora Filmproduktion) vor, dass schon internationale Beachtung bei den wichtigen Festivals in Locarno und Toronto erhielt.

Weitere besondere Publikumsfavoriten umfassten Filme aus ganz unterschiedlichen Themenspektren und Genres wie MANIFESTO von Filmkünstler Julian Rosefeldt (DE/AU/HK, Schiwago Film), die Komödie WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNS von Simon Verhoeven (Wiedemann & Berg Film, Sentana Film, SevenPictures) oder Historisches mit Maria Schraders VOR DER MORGENRÖTE – STEFAN ZWEIG IN AMERIKA (DE/FR/AT, X Filme Creative Pool).

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Alle Filme beim Festival des deutschen Films in China 2017…

 
 
NEUE WEGE IN MOSKAU

Ähnliche Zahlen wie in China gelten auch für die Expansion der Leinwände in Russland. Sie erhöhten sich von 2010 bis 2016 um 80 Prozent. Dies und besonders auch die schiere Größe des Landes machen es zu einem weiteren nicht zu vernachlässigenden Markt. Seit 16 Jahren gibt es in Moskau die deutsche Filmwoche, die in diesem Jahr nicht mit einer der „Crowdpleaser“-Komödien eröffnete, welche dort in Vergangenheit oft gut ankamen. Aber das Risiko zahlte sich aus: Schon lange im Voraus war das Screening ausverkauft.

Ausverkaufte Eröffnung

Der deutsche Regisseur Robert Schwentke feierte zwar schon mit Hollwood-Blockbustern wie R.E.D. Erfolge, sein neuester Film DER HAUPTMANN (DE/FR/PL, Filmgalerie 451) hat eine etwas andere Ausrichtung. Gedreht in schwarz-weiß erzählt er eine abgründige Köpenickiade vom Ende des zweiten Weltkriegs. DER HAUPTMANN eröffnete in Anwesenheit von Robert Schwentke und Komponist Martin Todsharow vor Ort das Festival des deutschen Films in Moskau (29. November – 5. Dezember 2017) und schon Wochen im Voraus war die Vorstellung ausverkauft. Bei der Presse war Robert Schwentke ein sehr gefragter Gesprächspartner und stand geduldig und professionell für eine Vielzahl von Interviews zu Verfügung.

Historisches und Dokumentarisches bewegte

Zu beobachten war eine große Anteilnahme und auch Diskussionsbereitschaft beim Publikum besonders bei historischen Themen. Sowohl bei DER HAUPTMANN, als auch bei der der DDR-Drei-Generationen-Geschichte IN ZEITEN DES ABNEHMENDEN LICHTS (MOOVIE), die von Regisseur Matti Geschonneck vorgestellt wurde, diskutierten ZuschauerInnen mit den Filmemachern nach Ende des Q&As noch im Foyer weiter.  

Insgesamt waren es rund 3.000 ZuschauerInnen für die 12 deutschen Langfilme, eine Serie und drei Kurzfilme sowie das Kurzfilmprogramm NEXT GENERATION SHORT TIGER 2017, die im Formular Kino Horizont gezeigt wurden. Besonders hohe Besucherzahlen schrieben die Komödie VIER GEGEN DIE BANK von Wolfgang Petersen (Hellinger/Doll Filmproduktion, Warner Bros. Film Productions Germany) sowie wieder einmal das interaktive Event um TERROR von Lars Kraume (MOOVIE). An Dokumentarfilmen herrscht in Moskau meist großes Interesse und so war der Dokumentarfilm ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM (Weydemann Bros.), den Jakob Preuss in perfektem Russisch vorstellte, ausverkauft.

Sehr emotional wurde es bei der Vorführung der Kurzfilmrolle NEXT GENERATION SHORT TIGER 2017, als ein Zuschauer sich lautstark und leidenschaftlich bei der anwesenden Regisseurin Francy Fabritz für ihren Film ETAGE X bedankte, der ihn sehr beeindruckt hatte.

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Alle Filme beim Festival des deutschen Films in Moskau…

 
 
LES ARCS VERBINDET DEUTSCHLAND UND FRANKREICH

Deutschland spielt eine ganz besondere Rolle beim 9. Les Arcs European Film Festivals (16. – 23. Dezember 2017): Das junge Festival in den französischen Alpen übernahm - in Partnerschaft mit German Films und UniFrance - nicht nur die Gastgeberrolle für das 15. deutsch-französische Filmtreffen (18. – 20. Dezember 2017), sondern setzt auch im Programm einen Schwerpunkt auf deutsches Kino. Zahlreiche hochkarätige Gäste stellen ihre Werke vor Ort vor oder präsentieren verschiedene Fachpanels.

Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin von German Films: „Das European Film Festival Les Arcs hat sich in kurzer Zeit zu einem der innovativsten Filmfestivals in Europa entwickelt. Deutsche Filme und FilmemacherInnen waren dort immer gut vertreten, aber wir freuen uns besonders, dass wir mit dem Schwerpunkt Deutschland einen tieferen Einblick ins aktuelle Filmschaffen geben können und die anregende Festivalatmosphäre sicherlich einen Anstoß für neue Projekte geben wird.“

Nicht nur werden im deutschen Fokus des Festivals zwölf deutsche Langfilme und sieben deutsche Kurzfilme vorgestellt, auch in weiteren Sektionen des Festivals findet Kino aus Deutschland prominent seinen Platz. So läuft unter anderem Robert Schwentkes DER HAUPTMANN (DE/FR, Filmgalerie 451) in Anwesenheit des Regisseurs im Wettbewerb. Insgesamt präsentieren 15 Gäste ihre Werke im Programm, darunter die RegisseurInnen Thomas Arslan, Theresa von Eltz, Florian Gallenberger, Jan Ole Gerster, Oliver Kienle, Anna Koch, Julia Langhof, Felix Randau und Ramon Zürcher. Zahlreiche weitere deutsche Filmschaffende mit ihren Projekten sowie BranchenvertreterInnen werden in die verschiedenen Sektionen des Festivals eingebunden.

Für das deutsch-französische Filmtreffen gab es in Les Arcs eine Premiere: Zum ersten Mal fand die Branchenveranstaltung, welche von German Films und UniFrance in Zusammenarbeit mit der deutsch-französischen Filmakademie und mit Unterstützung von unter anderem CNC und FFA organisiert wird, im Rahmen eines Filmfestivals statt. Es waren für die 15. Ausgabe vom 18. bis 20. Dezember 2017 rund 200 Teilnehmerinnen aus beiden Ländern vor Ort, der Schwerpunkt lag hier im Produktionsbereich.

Um Synergieeffekte mit dem Festival in den Savoyen zu nutzen, waren unter anderem die Panelveranstaltungen des Filmtreffens offen für alle rund 600 FestivalteilnehmerInnen aus verschiedenen europäischen Ländern. Versierte Experten wie unter anderem Peter Dinges (FFA), Frédérique Bredin (CNC), Marc Thonon (Bureau Export de la Musique), Anja Braune (GEMA), Philipp Hoffmann (Rushlake Media), Marie Masmonteil (Elzévir Films), Nicole Gerhards (NiKo Film), Tobias Seiffert (Tobis Film), Radu Mihaileanu (L’ARP), Xavier Lardoux (CNC), Dr. Andreas Bareiss (SKW Schwartz) oder Frieder Schlaich (Filmgalerie 451) präsentierten Fachpanels zu aktuellen deutsch-französischen Filmthemen. Es ging u.a. um die Digitalisierung im Filmbereich im Vergleich zur Musikindustrie, den digitalen europäischen Binnenmarkt, Herausforderungen in der Medienchronologie in beiden Ländern im Vergleich oder Entwicklungen bei deutsch-französischen Koproduktionen. Darüber hinaus wurde der Erfolg von PLÖTZLICH PAPA in Deutschland beleuchtet und Polen als Koproduktionsland vorgestellt.

Auch der das Filmtreffen traditionell begleitenden Koproduktionsmarkt wurden mit dem Co-Production-Village des Festivals zusammengelegt. Hier wurden vier deutsche und sechs französische Projekte in Anwesenheit deren ProduzentInnen, RegisseurInnen oder DrehbuchautorInnen vorgestellt, zwei deutsche Projekte wurden für die „Work in Progress“ Sektion des Marktes für Filme in der Postproduktion ausgewählt.

Alle deutschen Filme und Koproduktionen sowie deutsche Projekte im Koproduktionsmarkt in Les Arcs 2017…


Das deutsch-französische Filmtreffen wurde 2003 von der deutsch-französischen Filmakademie ins Leben gerufen. Ziel ist unter anderem die Harmonisierung der Produktionssysteme beider Länder, um Koproduktionen zu erleichtern und den Verleih deutscher Filme in Frankreich und französischer Filme in Deutschland zu fördern. Nach Ausgaben in u. a. Straßburg 2009, Heidelberg 2010, Paris 2011, Berlin 2012, Nancy 2013, Leipzig 2014 und Marseille 2015 fand es, dem Prinzip des jeweils wechselnden Gastlands folgend, im November 2016 in Saarbrücken statt.

Weitere Informationen zum deutsch-französischen Filmtreffen auf der Website.

 
 
FESTIVALS

Sundance zeigt deutsche Wettbewerbsbeiträge. Mehr...

Deutsche Filme in Palm Springs, Clermont-Ferrand, Kerala, Bogota und bei Flickerfest Sydney.

 
 
PREISE

People's Choice Award beim Europäischen Filmpreis für Maria Schraders VOR DER MORGENRÖTE. Mehr...

Preise für 1000 ARTEN, REGEN ZU BESCHREIBEN und Barbara Auer in Tallinn. Mehr...

 
 
INTERNATIONALE KINOSTARTS

11. Januar 2018:
SIMPEL in der Schweiz (Verleiher: DCM, Weltvertrieb: Universum Film)

12. Januar 2018:
PAULA in Rumänien (Verleiher: Clorofilm, Weltvertrieb: The Match Factory)

13. Januar 2018:
WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNS in Japan (Verleiher: Cetera Int., Weltvertrieb: Picture Tree International)

17. Januar 2018:
BEUYS in den USA (Verleih: Kino Lorber, Weltvertrieb: Beta Cinema)

18. Januar 2018:
WESTERN in Brasilien (Verleih: Zeta Filmes, Weltvertieb: Films Boutique)

25. Januar 2018:

AUS DEM NICHTS in Italien (Verleih: Bim Distribuzione, Weltvertrieb: The Match Factory)

 
 
BOX OFFICE HIGHLIGHTS

Wolfgang Petersens VIER GEGEN DIE BANK steht nach seinem zweiten Wochenende in den chinesischen Kinos bei einem Box Office von rund 524.000 US-Dollar.