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RÜCKBLICK: DER DEUTSCHE FILM INTERNATIONAL 2013

Renommierte Namen, aufstrebende Newcomer und Dokerfolge: Mit über 2.000 Programmierungen waren deutsche Filme und Koproduktionen 2013 auf den wichtigsten internationalen Festivals weltweit vertreten und konnten dort über 200 Preise gewinnen. Ob Sundance, Berlin, Cannes, Venedig oder Toronto: Filme aus Deutschland waren bei fast allen A-Festivals dabei - oft sogar im Wettbewerb. Ein besonders erfolgreiches Jahr war es für den deutschen Dokumentarfilm. „Die Stärke des deutschen Films war auch 2013 seine Bandbreite“, sagt Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin von German Films. „Sei es etablierter Spielfilmregisseur, Nachwuchstalent oder Dokumentarfilmer - in allen Bereichen ist eine weit gefächerte Qualität vorhanden, die sich international auch zeigte.“

Spielfilm:

Renommierte Filmemacher wie Caroline Link, Edgar Reitz, Philip Gröning, Oskar Roehler und Pepe Danquart präsentierten ihre neuen Werke 2013 erfolgreich unter anderem bei den Festivals in Venedig, Toronto, Karlovy Vary, London und Rom. Besonders stark war der deutsche Film in diesem Jahr in Venedig vertreten und war auch bei der Preisvergabe erfolgreich. Philip Gröning gewann mit DIE FRAU DES POLIZISTEN (Philip Gröning Filmproduktion, Bavaria Pictures, 3L Filmproduktion) den Spezialpreis der Jury im Wettbewerb.  Für Highlights bei den Kinozahlen sorgte HANNAH ARENDT (DE/LU/FR, Heimatfilm) und konnte in Frankreich über 350.000 Zuschauer in die Kinos locken. In den USA erreichte der Film von Margarethe von Trotta über 500.000 Euro Boxoffice. Besonders in New York, wo er exklusiv im Film Forum gezeigt wurde, war der Umsatz mit 24.000 Euro am ersten Wochenende  bemerkenswert. Im Jahresrückblick von A.O. Scott, einem der beiden Chef-Filmkritiker der New York Times ist HANNAH ARENDT unter seinen Top-Filmen 2013. 

Auch der Regienachwuchs machte 2013 in der internationalen Festivallandschaft eindrücklich auf sich aufmerksam. Katrin Gebbe feierte mit TORE TANZT (Junafilm) Weltpremiere in Cannes. Danach konnte ihr Spielfilmdebüt beim wichtigen AFI Fest in Los Angeles den New Auteurs Critics Award gewinnen. Bastian Günther war mit seinem zweiten Spielfilm HOUSTON (Lichtblick Media) nach vier Jahren der erste deutsche Regisseur im Spielfilmwettbewerb von Sundance. WOLFSKINDER (Zum Goldenen Lamm Filmproduktion), das Langfilmdebüt von Rick Ostermann,  war in Venedig zu Gast. Frauke Finsterwalders viel beachteter FINSTERWORLD (Walker + Worm Film) gewann in Montreal den Bronze Zenith für den ersten Langspielfilm. DAS MERKWÜRDIGE KÄTZCHEN (DFFB) von Ramon Zürcher wurde bei der Berlinale zu einem echten Geheimtipp und reiste danach zu über 30 internationalen Festivals wie Toronto, Kopenhagen, Sao Paulo und Mumbai. Einer der wahrscheinlich am meisten diskutierten Filme 2013 war FEUCHTGEBIETE von David F. Wnendt (Rommel Film). Er feierte beim Sommerfestival in Locarno, dem kleinsten internationalen A-Festival, seine Weltpremiere im Internationalen Wettbewerb. Nach den vielbeachteten NOVEMBERKIND und DIE UNSICHTBARE im Kino und DER TURM im TV feierte Christian Schwochow mit seinem neuen Film WESTEN (zero one film, TERZ Film, öFilm) beim Montreal World Film Festival sehr erfolgreich seine Weltpremiere. Der  Film gewann den FIPRESCI Preis in der World Competition. Hauptdarstellerin Jördis Triebel wurde als Beste Schauspielerin ausgezeichnet.  

Ein gutes Jahr war 2013 auch für Schauspieler Daniel Brühl. Mit seinen Rollen  in den internationalen Produktionen RUSH von Ron Howard und INSIDE WIKILEAKS von Bill Condon machte er unter anderem beim TIFF in Toronto bei Branche und Presse von sich reden.  Für RUSH ist er als Bester Nebendarsteller für die Golden Globes und die Screen Actors Guild Awards nominiert, die als Gradmesser für die Oscars® gelten.

Dokumentarfilm, Kurzfilm und Kinderfilm:

Der deutsche Dokumentarfilm hatte 2013 herausragende Erfolge zu vermelden und konnte bei den beiden wichtigsten internationalen Dokfilm-Festivals den Hauptpreis gewinnen: Bei den Hot Docs Toronto ging der Preis für den Besten Film im Internationalen Wettbewerb an DRACHENMÄDCHEN von Inigo Westmeier (GAP Film, Open Window, Heimatfilm) und beim IDFA in Amsterdam gewann SONG FROM THE FOREST von Michael Obert (Tondowski Film & Friends/ma.ja.de) den Hauptpreis im Wettbewerb für Langfilme. Weiterhin wurde MASTER OF THE UNIVERSE von Marc Bauder (Bauderfilm) in Locarno mit dem Hauptpreis der Semaine de la Critique ausgezeichnet.

Besondere Höhepunkte für den deutschen Kurzfilm 2013 waren – neben sechs deutschen Beiträgen in den Wettbewerben des wichtigsten Kurzfilmfestivals in Clermont-Ferrand – der Silberne Bär für DIE RUHE BLEIBT von Stefan Kriekhaus bei den Berlinale Shorts und der Gewinn des Discovery Awards in der unabhängigen Sektion Semaine de la Critique bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes für KOMM UND SPIEL von Daria Belova (DFFB). Mit CUT von Christoph Girardet und Matthias Müller sowie SONNTAG 3 von Jochen Kuhn waren gleich zwei deutsche Kurzfilme sehr renommierter Filmemacher für den Europäischen Filmpreis 2013 nominiert. Der deutsche Kurzfilm DVA von Mickey Nedimovic (Filoufilm) ist auf der  Shortlist der zehn Filme, die sich Hoffnungen auf eine Oscar®-Nominierung 2014 in der Kategorie Live Action Short Film machen können.

Deutsche Kinderfilme erwiesen sich wieder einmal als ein Qualitätsgarant und zeigten nicht nur bei den weltweit wichtigsten Kinderfilmfestivals hohe Präsenz: Bei TIFF Kids in Toronto liefen vier deutsche Langfilme und drei Kurzfilme. In Giffoni wurden nicht weniger als sechs deutsche Filme und Koproduktionen ausgezeichnet und beim Chicago International Children’s Film Festival konnten deutsche Kinderfilme sieben Preise gewinnen.

TV:

Auch bei den wichtigsten TV-Festivals konnten deutsche Beiträge punkten. DAS ADLON von Uli Edel (MOOVIE - the art of entertainment) gewann die Goldene Magnolie als Bester TV-Film/Mehrteiler beim Shanghai TV Festival und bei der FIPA ging der Hauptpreis FIPA d’Or als Bester TV-Film im Wettbewerb Fictions Unitaires an ZAPPELPHILIPP von Connie Walther (Neue Schönhauser Filmproduktion). In Banff ging OPERATION ZUCKER von Rainer Kaufmann (sperl+productions) als Sieger der Made-for-TV-Movies-Kategorie hervor. Eine internationale Erfolgsgeschichte erlebte UNSERE MÜTTER, UNSERE VÄTER von Philipp Kadelbach (UFA FICTION, Beta Film). Die deutsche TV-Miniserie konnte auf dem Festival de la Fiction TV in La Rochelle, einem der wichtigsten Festivals des europäischen Fernsehens, den Hauptreis in der Kategorie Internationales Programm gewinnen. UNSERE MÜTTER, UNSERE VÄTER wurde in über 60 Länder verkauft. Die Miniserie wird unter dem Titel GENERATION WAR in den USA in die Kinos kommen und wurde in Großbritannien an die BBC verkauft. Bei ihren TV-Ausstrahlungen in Schweden und Polen konnte sie jeweils Rekordquoten erreichen.

2014 beginnt vielversprechend mit der Programmierung von FEUCHTGEBIETE von David F. Wnendt im Spielfilmwettbewerb von Sundance und Jan Schomburgs VERGISS MEIN ICH (Pandora Film) im Wettbewerb beim International Film Festival Rotterdam. Auch haben sich hochkarätige Regisseure wie Wim Wenders, Feo Aladag, Christian Petzold, Fatih Akin, Wolfgang Becker, Dominik Graf, Andreas Dresen, Doris Dörrie oder Volker Schlöndorff mit neuen Werken angekündigt. Es ist also vom deutschen Film auch für das kommende Jahr einiges zu erwarten.

 
 
LEBHAFTE RESONANZ FÜR DEUTSCHES KINO IN BRASILIEN

 

Auch bei der zweiten Ausgabe des PANORAMA ALEMÃO war das Interesse an deutschen Filmen im wichtigen Kino-Wachstumsmarkt Brasilien groß. Die erfreulichen Zuschauerzahlen vom letzten Jahr mit 3.200 Besuchern konnten 2013 gehalten werden: Rund 3.500 Zuschauer kamen nach Salvador, Brasília, Fortaleza und Porto Alegre um zehn aktuelle national und international ausgezeichnete deutsche Kinofilme und sechs Kurzfilme zu sehen. Die Regisseure Georg Maas des deutschen Oscar®-Kandidaten ZWEI LEBEN (DE/NO, Zinnober Film, B&T Film) und Bastian Günther von HOUSTON (Lichtblick Media) stellten ihre Filme vor und trafen in den Q&As nach den Screenings auf sehr aufgeschlossene Zuschauer, die viele Fragen stellten und des Öfteren den Wunsch äußerten, mehr deutsches Kino in Brasilien sehen zu können. In Fortaleza  sprach Bastian Günther ganze 45 Minuten lang mit den Zuschauern über HOUSTON. Auch hatten beide Regisseure sehr viele Pressetermine vor Ort. Sowohl bei TV, Radio als auch Tagespresse und Online gab es eine sehr breite Berichterstattung über die deutsche Filmreihe, besonders in der Hauptstadt Brasilia. Kino, das Filmmagazin von Deutsche Welle und Partner von German Films, drehte anlässlich des PANORAMA ALEMÃO ein Brasilien Special, für das sie unter anderem Georg Maas in Salvador und Bastian Günther in Brasilia begleitet haben.

Hier geht es zum Deutsche Welle Kino Brasilien Special…

Und zum Bericht auf der Deutsche Welle Website…

Alle Filme des PANORAMA ALEMÃO…

Fotos vom PANORAMA ALEMÃO auf Facebook...

 
 
FEUCHTGEBIETE IM SUNDANCE SPIELFILMWETTBEWERB

Bei der 30. Ausgabe des renommierten Sundance Film Festivals (16. – 26. Januar 2014) ist zum zweiten Mal in Folge ein deutscher Regisseur im Spielfilmwettbewerb vertreten. David F. Wnendts FEUCHTGEBIETE (Rommel Film) läuft in der World Cinema Dramatic Competition als Nordamerikapremiere. Des weiteren gehen in der Sektion zwei deutsche Koproduktionen an den Start. Im Dokumentarfilmwettbewerb sind drei deutsche Koproduktionen dabei, in den Sektionen Premieres und Spotlight, vier weitere. In A MOST WANTED MAN von Anton Corbijn (DE/GB, Amusement Park Films), der in den Premieres läuft, ist mit Nina Hoss, Daniel Brühl, Martin Wuttke, Rainer Bock, Kostja Ullmann und Vicky Krieps ein starker deutscher Cast zu sehen.

Alle deutschen Filme und Koproduktionen in Sundance…

FEUCHTGEBIETE porträtiert, beruhend auf dem Bestsellerroman von Charlotte Roche, eine junge Frau, die versucht ihre Lebensgier zu stillen und ihren Platz im Leben zu finden. Dabei provoziert sie ihre Umwelt und ist eine Herausforderung für ihre geschiedenen Eltern. Regisseur David F. Wnendt machte zuvor mit dem mehrfach preisgekrönten Spielfilm KRIEGERIN auf sich aufmerksam. FEUCHTGEBIETE feierte im internationalen Wettbewerb von Locarno seine Weltpremiere.

Eröffnungsfilm in der World Cinema Documentary Competition ist THE GREEN PRINCE (DE/UK/IL, A-List Films) mit seiner Weltpremiere.  Der Dokumentarfilm von Regisseur Nadav Schirman befasst sich als letzter Teil einer Trilogie über Geheimdienst und Terrorismus mit der Geschichte von Moseb Yousef, Sohn des Hamas-Mitbegründers Sheikh Hassan Yousef und später wichtigster Informant des israelischen Geheimdiensts. Auch im Dokumentarfilmwettbewerb programmiert ist die deutsch-syrische Koproduktion THE RETURN OF HOMS von Talal Derki (DE/ SY, Ventana Films) über zwei Freunde in der zerstörten syrischen Stadt Homs sowie SEPIDEH – REACHING FOR THE STARS von Berit Madsen (DK/IR/DE/NO/SE/US, docdays Productions). In der World Cinema Dramatic Competition sind neben FEUCHTGEBIETE die deutschen Koproduktionen WHITE SHADOW von Noaz Deshe (IT/DE/TZ, Chromosom Filmproduktion, French Exit) und THE DISOBEDIENT von Mina Djukic (RS/DE, Augenschein Filmproduktion) zu sehen.

Das Sundance Film Festival findet vom 16. bis 26. Januar 2014 in Park City, Utah statt. Es gilt als das wichtigste nordamerikanische Festival im Independent-Bereich und wird vom Sundance Institute organisiert, das 1981 von Robert Redford mit gegründet wurde. Das Festival wird als Sprungbrett besonders für Nachwuchsregisseure im Independent Film Bereich geschätzt.

 
 
MARIA DRAGUS IST DEUTSCHER SHOOTING STAR 2014

Die European Film Promotion (EFP) hat die zehn europäischen Nachwuchsschauspieler bekannt gegeben, die als EUROPEAN SHOOTING STARS 2014 bei der Berlinale geehrt werden. Unter den besten europäischen Talenten ist Schauspielerin Maria Dragus aus Deutschland.

Aus den Kandidaten, die von 24 EFP-Mitgliederorganisationen – unter anderem auch von German Films – nominiert wurden, hat eine internationale Fachjury in Hamburg die zehn besten europäischen Nachwuchstalente des Jahres gekürt. Die deutsche Regisseurin Hermine Huntgeburth war Teil der fünfköpfigen Jury.

Die European Film Promotion wird die EUROPEAN SHOOTING STARS bei der Berlinale während einer dreitägigen Veranstaltung vom 8. bis 10. Februar 2014 der internationalen Filmwelt präsentieren. Besonderes Highlight ist die Verleihung der SHOOTING STARS Awards auf der Bühne des Berlinale Palasts. Weiterhin werden die europäischen Talente internationalen Castingdirektoren, Agenten, Regisseuren, Produzenten und Pressevertretern vorgestellt.

Der deutsche SHOOTING STAR Maria Dragus wurde für ihre Hauptrolle in DRAUSSEN IST SOMMER von Friederike Jehn (DE/CH, Zum Goldenen Lamm Filmproduktion) in diesem Jahr unter anderem als Beste Schauspielerin beim BC Film Festival Brazil ausgezeichnet. Sie machte in Michael Hanekes preisgekröntem Film DAS WEISSE BAND – EINE DEUTSCHE KINDERGESCHICHTE (DE/AT/FR/IT, X Filme Creative Pool) zum ersten Mal international auf sich aufmerksam und konnte für ihre Rolle der „Klara“ den Deutschen Filmpreis als Beste Nebendarstellerin gewinnen. Auch war sie in einer Hauptrolle in TÖTE MICH von Emily Atef (Niko Film), für die sie beim Romanian International Film Festival als Beste Schauspielerin geehrt wurde, zu sehen.

Die Jury sagt über die 19jährige: „Marias Persönlichkeit durchdringt ihre Arbeit mit einer leisen Stärke, die unsere Aufmerksamkeit fordert. Noch nicht einmal 20, bringt sie eine innere Tiefe mit, die auf eine Schauspielerin von großer Reife und Vollendung hinweist. Wir waren gefesselt von ihrer faszinierenden Leinwandpräsenz.“

Maria Dragus ist begeistert, dabei zu sein: „Die SHOOTING STARS der Berlinale waren für mich bisher diejenigen Schauspieler, zu denen ich aufblicken konnte, Schauspieler, deren Karrieren für mich wegweisend waren und mit deren Spiel auf der Leinwand ich aufgewachsen bin. Jetzt selbst als EUROPEAN SHOOTING STAR ausgewählt worden zu sein, ist absolut surreal! Ich freue mich riesig!"

Ehemalige deutsche SHOOTING STARS sind unter anderem David Kross, Daniel Brühl, Hannah Herzsprung, Anna Maria Mühe und Moritz Bleibtreu. Im letzten Jahr wurde Saskia Rosendahl ausgewählt.

Die EUROPEAN SHOOTING STARS Jury 2014 bestand neben der deutschen Regisseurin Hermine Huntgeburth aus dem Produzenten Jani Thiltges aus Luxemburg, dem norwegischen Schauspieler und ehemaligen SHOOTING STAR Anders Baasmo Christiansen, dem Journalisten Charles Gant aus Großbritannien und der kroatischen Castingdirektorin Oriana Kunčić.

Das EUROPEAN SHOOTING STARS-Programm wird vom MEDIA-Programm der EU sowie von den beteiligten EFP-Mitgliedsorganisationen und weiteren Kooperationspartnern unterstützt.

German Films ist Gründungsmitglied der European Film Promotion (EFP), die die EUROPEAN SHOOTING STARS Auswahl und Präsentation in diesem Jahr zum 17. Mal organisiert.  

Weitere Informationen zu den EUROPEAN SHOOTING STARS online...

 
 
ERFOLGREICHE IDFA AMSTERDAM

130 Gäste und darunter Vertreter internationaler Festivals wie Doc/Fest Sheffield, Art Doc Moskau, Zürich Film Festival, Flahertiana und BelDocs sowie Einkäufer internationaler Sender kamen zum Get Together während der IDFA Amsterdam (20. November – 1. Dezember 2013), um sich mit deutschen Regisseuren und Produzenten auszutauschen. Das gut besuchte Treffen am 24. November 2013 in der Escape Lounge am Rembrandtplein wurde von German Documentaries, einer Initiative von AG Dok und German Films, organisiert. Erfreulich aus deutscher Sicht verliefen auch die IDFA Awards: SONG FROM THE FOREST von Michael Obert (Tondowski Film & Friends/ma.ja.de) gewann den VPRO Award für den Besten langen Dokumentarfilm im internationalen Wettbewerb. Die deutsch-südafrikanische Koproduktion EIN BRIEF AN NELSON MANDELA  von Khalo Matabane (Gebrüder Beetz Filmproduktion) wurde mit einem Special Jury Award ausgezeichnet.

Alle deutschen Filme und Koproduktionen bei der IDFA…

 
 
SPOTLIGHT FRANKREICH

Am 26. und 27. November 2013 fand in Nancy die 11. Ausgabe des deutsch-französischen Filmtreffens statt. Rund 220 Teilnehmer aus der deutschen und französischen Filmbranche nutzten die Chance zu Information und interkulturellem Austausch in verschiedenen Fachpanels. Bei einem Koproduktionsmarkt stellten 15 Produzenten ihre Projekte vor. Neu in diesem Jahr war das Patenprogramm, bei dem erfahrene Produzenten sich mit Brancheneinsteigern zum Austausch und Beratungsgesprächen trafen. Das deutsch-französische Filmtreffen wird als Kooperation von Unifrance und German Films in enger Abstimmung mit dem Verein Das deutsch-französische Filmtreffen organisiert.

In den französischen Kinos waren 2013 über 50 deutsche Filme und Koproduktionen zu sehen. Besonders beliebt waren neben HANNAH ARENDT von Margarethe von Trotta (DE/LU/FR, Heimatfilm) mit über 350.000 Zuschauern auch DIE ANDERE HEIMAT - CHRONIK EINER SEHNSUCHT von Edgar Reitz (DE/FR, ERF Edgar Reitz Filmproduktions GmbH) mit einem Boxoffice von 745.000 Euro und 116.000 Besuchern. CLOUD ATLAS von Lana Wachowski, Tom Tykwer und Andy Wachowski (Cloud Atlas Productions GmbH) erreichte ein Boxoffice von 2.8 Millionen Euro, OH BOY von Jan Ole Gerster (Schiwago Film, Chromosom Filmproduktion) von rund 390.000 Euro.   

Mehr über deutsche Filme in Frankreich in der Markstudie Frankreich...

Beim deutsch-französischen Filmtreffen in Nancy diskutierten hochkarätige Referenten wie FFA-Vorstand Peter Dinges, der Generaldirektor von France 3 Cinéma Daniel Goudineau, der Geschäftsführer von Wild Bunch Germany Marc Gabizon, die Präsidentin des CNC Frédérique Bredin, der Vorstand der AG-Kinogilde Christian Bräuer und Jean-Paul Salomé, Präsident von unifrance Films, in Fachpanels über Themen wie die europäische Kinomitteilung, die Rolle der Fernsehsender beim Kinofilm, die europäische Zusammenarbeit in den Euroregionen Saar-Lor-Lux und Belgien, neue Filmauswertungsformen und veränderte Auswertungsfenster.

Der Präsident des Vereins Das deutsch-französische Filmtreffen Alfred Hürmer betonte in seiner Abschlussrede die Funktion des Treffens, die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen anzustoßen und neue Perspektiven kennenzulernen: „Die Diskussionen über die Zukunft des Vereins Das deutsch-französische Filmtreffen und der ganzen Branche wurden mit den Diskussionsrunden mit Pierre Lescure über den Rapport Lescure und Jean-Paul Salomé über veränderte Auswertungsfenster begonnen und werden uns auch in nächster Zeit beschäftigen.“

Im Koproduktionsmarkt bot sich deutschen und französischen Produzenten nicht nur auf der Suche nach Koproduktionspartnern, sondern auch nach Finanzierung oder einem Verleih die Möglichkeit zu individuellen Gesprächen.

Fotos vom deutsch-französischen Filmtreffen auf Facebook...