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DEUTSCHE NACHWUCHSFILME INTERNATIONAL GEFRAGT
ALMANYA - WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND
LOLLIPOP MONSTER
KRIEGERIN
TAGE DIE BLEIBEN
UNTER NACHBARN

2011 stehen deutsche Nachwuchsfilme auf internationalen Festivals hoch im Kurs: Das Jahr startete mit Yasemin Samderelis Erstlingsfilm ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND (Roxy Film) außerhalb des Wettbewerbs auf der Berlinale, gefolgt von Ziska Riemanns Debüt LOLLIPOP MONSTER (network movie) und Christian Schwochows DIE UNSICHTBARE (teamWorx Ludwigsburg), die beide im Wettbewerb von Karlovy Vary liefen und dort auch Preise erzielten. Die Sommersaison eröffnete Tim Fehlbaums Debütfilm HELL (DE/CH, Caligari Film) in Locarno, der als außergewöhnlicher Genrefilm bei Kritikern und beim Publikum große Beachtung fand. Jessica Krummachers mutiger Abschlussfilm TOTEM an der Münchner HFF (Arepo Media/kLAPPbOXfILME/schlicht und ergreifend Film/Münchner Filmwerkstatt) hatte unlängst Premiere in Venedigs Settimana della Critica und wird demnächst u. a. bei der Viennale zu sehen sein.

Jan Zabeil, der seinen ersten Langfilm DER FLUSS WAR EINST EIN MENSCH (Rohfilm) gerade in Toronto präsentierte, ist auf dem Weg nach San Sebastian, wo sein Film im Wettbewerb der renommierten Reihe Zabaltegi – New Directors läuft. Pia Strietmann gelang mit TAGE DIE BLEIBEN (Toccata Film/Esperanto Entertainment) der Sprung in die World Competition in Montreal, ebenso Sabine Bernardi mit ROMEOS (Boogiefilm) und Stephan Rick mit UNTER NACHBARN (Kurhaus Production), der vorher bereits im Wettbewerb des Shanghai Filmfestivals vertreten war. Der Herbst wartet mit weiteren Stationen auf: Der mit dem First Steps Award ausgezeichnete KRIEGERIN von David F. Wnendt (Mafilm/Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf") wurde in die Wettbewerbe des Zürich Film Festivals und des internationalen Filmfestivals Warschau eingeladen.

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PINA UND 3 DEUTSCHE KOPRODUKTIONEN IM RENNEN FÜR AUSLANDS-OSCAR®
PINA

Wim Wenders’ PINA (DE/FR, Neue Road Movies) setzt neue Maßstäbe: nicht nur als erster deutscher Dokumentarfilm in 3D, sondern als erster Dokumentarfilm, den die von German Films bestellte unabhängige Fachjury als deutschen Beitrag für die Kategorie Best Foreign Language Film ins 84. Oscar®-Rennen schickt. Die Jury zu ihrer Entscheidung: „PINA ist ein filmisches Gesamtkunstwerk, das Tanz, Musik und Film harmonisch zusammenfügt und dabei über das Dokumentarische weit hinauswächst. Der Film vermittelt eine sinnliche Erfahrung von Tanz und ist ein ausgezeichnetes Porträt einer großen deutschen Künstlerin.“ Der US-Kinostart ist am 23. Dezember (Verleih: IFC Films).

Einige andere Länder haben ebenfalls schon ihre Oscar®-Beiträge bekannt gegeben, darunter sind drei deutsche Koproduktionen: Für Finnland geht Aki Kaurismäkis LE HAVRE (FI/FR/DE, Pandora Filmproduktion) an den Start, für Bulgarien der Debütfilm TILT von Victor Chouchkov Jr. (BG/DE, Ostlicht Filmproduktion) und für Polen Agnieszka Hollands Drama IN DARKNESS (PL/DE/CN, Schmidtz Katze Filmkollektiv).

Bis Mitte Oktober werden alle Titel in dieser Kategorie von der AMPAS veröffentlicht.

So geht es in der Kategorie Best Foreign Language Film weiter...

 
 
TORONTO-FAZIT
Alexander Fehling und Jan Zabeil

Großer Auftritt und viele Weltpremieren für deutsche Filme in Toronto! Zum sechsten Mal war German Films mit einem Stand vertreten, der rege von Produzenten, Filmemachern und 7 deutschen Weltvertrieben für Meetings genutzt wurde. Neben offiziellen Screenings wurden auch zunehmend Privatvorführungen organisiert, z.B. von Beta Cinema für HELL - Regisseur Tim Fehlbaum und Produzent Thomas Wöbke waren anwesend. 

Die meisten deutschen Filme feierten ihre Premiere am ersten Wochenende, entsprechend zahlreich waren die Gäste beim German Films Cocktail am 11. September im Hotel Ocho (unterstützt vom deutschen Generalkonsulat), wo die deutschen Filmemacher der internationalen Branche vorgestellt wurden.

Gut besucht auch das Rahmenprogramm: Das Goethe-Institut Toronto veranstaltete zwei Director's Talks mit Wim Wenders zu PINA und Jan Zabeil/Alexander Fehling zu DER FLUSS WAR EINST EIN MENSCH. Die Regisseurinnen Maggie Peren (DIE FARBE DES OZEANS) und Branwen Okpako (DIE GESCHICHTE DER AUMA OBAMA) nahmen an einem Panel zum Thema "Social Issue Films: Getting Them Made & Seen" teil, das die Blackhouse Foundation organisierte.

Vor Ort waren außerdem...

 
 
ENDSPURT IN SAN SEBASTIAN

Am 16. September eröffnete in San Sebastian das wichtigste spanische Filmfestival, das in diesem Jahr mit einigen Neuerungen aufwartet: José Luis Rebordinos, seit Jahren im Team, ist neuer Festivalleiter und Christine Dollhofer (Festivalleiterin Crossing Europe, Linz) jetzt als Korrespondentin für deutsche Filme verantwortlich. Neun deutsche Filme und Koproduktionen sind diesmal vertreten, in den Wettbewerbssektionen: UNFAIR WORLD von Filipos Tsitos (GR/DE, Neue Road Movies) in der Official Selection und DER FLUSS WAR EINST EIN MENSCH von Jan Zabeil (Rohfilm) sowie BY THE FIRE von Alejandro Fernandez Almendras (CL/DE, Pandora Filmproduktion) in der wichtigen Reihe Zabaltegi - New Directors. Am Freitag, dem 23.9. vernetzt German Films die deutschen Filmschaffenden mit spanischen Branchenvertretern und Journalisten bei einem Cocktail. Die Preisverleihung findet am 24.9. statt.

 
 
SPOTLIGHT BUENOS AIRES
Auslandsbeauftragter Gustav Wilhelmi

Heute, am 22. September startet in Buenos Aires wieder das Festival de Cine Aleman. Im Programm: der Eröffnungsfilm GOETHE! von Philipp Stölzl (Senator Film Produktion/deutschfilm), ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND von Yasemin Samdereli (Roxy Film), POLL von Chris Kraus (DE/AT/EE, Kordes und Kordes), WER WENN NICHT WIR von Andres Veiel (zero one film), SATTE FARBEN VOR SCHWARZ (DE/CH, unafilm) von Sophie Heldman, DAS LIED IN MIR von Florian Cossen (teamWorx Ludwigsburg), ROMEOS von Sabine Bernardi (Boogiefilm), DIE FARBE DES OZEANS von Maggie Peren (Südart Filmproduktion), WINTERTOCHTER von Johannes Schmid (DE/PL, schlicht und ergreifend) sowie der Dokumentarfilm 9 LEBEN von Maria Speth (Madonnenfilm). Als Sondervorführung in 3D und argentinische Vorpremiere wird Wim Wenders' PINA (DE/FR, Neue Road Movies) gezeigt – außerdem der Stummfilm DIE WUNDERBARE LÜGE DER NINA PETROWNA von Hanns Schwarz in Begleitung eines Musik-Ensembles.